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Studie: Europa-Markt für Verpackungsmaschinen 2012 bis 2016

21.06.2013 Laut einer Studie von Frost & Sullivan erwirtschaftete der europäische Markt für Verpackungsmaschinen im Jahr 2012 einen Umsatz von mehr als 12,62 Mrd. US-Dollar und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2016 um knapp 16 % auf 14,63 Mrd. US-Dollar anwachsen. Die besten Absatzchancen bieten die Märkte in Skandinavien, Mittel- und Osteuropa sowie Großbritannien.

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Laut einer Studie von Frost & Sullivan wächst der europäische Markt für Verpackungsmaschinen ausgehend vom Jahr 2012 voraussichtlich um knapp 16 % auf 14,63 Mrd. US-Dollar (Bild: Alterfalter-Fotolia)

Die Studie ‚Analysis of the European Packaging Machinery Market‘ (M8D7-10) des Marktforschungsunternehmens berücksichtigt Maschinen zum Füllen, Verschließen sowie Füllen und Verschließen (engl. filling, closing, filling and closing, FCFC), Verpackungsmaschinen zum Formen, Füllen und Verschließen (engl. form-fill-seal, FFS), Verpackungs- und Umhüllungsmaschinen sowie Sammelverpackungs- und Palettiermaschinen. Endverwendungssegmente sind: Chemikalien und Petrochemikalien, Lebensmittel, Getränke, Pharmazeutika, Süß- und Tabakwaren sowie Toilettenartikel und Kosmetika.

Demografische Veränderungen, wie etwa die älter werdende Bevölkerung und die wachsende Anzahl an Kleinhaushalten in Europa, treiben den Bedarf nach Einzelportionsverpackungen voran, weshalb sich Endverwendungssegmente spezialisierten Verpackungslinien und -maschinen zuwenden.

„Der harte Wettbewerb und der wirtschaftliche Abschwung haben die Branchen in ganz Europa gezwungen, ihre Produktionsprozesse zu optimieren und ihre Betriebskosten zu senken“, erläutert Frost & Sullivan Industral Automation and Process Control Research Manager, Sivakumar Narayanaswamy. „Die Automatisierung durch Verpackungsmaschinen reduziert Arbeitskraft, erzeugt weniger Abfall und steigert die Produktivität, weshalb sie auf positive Resonanz stoßen.“

Die Verkaufszahlen sind mit dem Aufkommen multifunktionaler Verpackungsanlagen weiter gestiegen, denn sie senken die Kosten und bieten ein besseres Raum- beziehungsweise Flächenmanagement. Integrierte Systeme verfügen zudem über eine höhere Einsatzflexibilität und können sich an neue Produktionsbedingungen anpassen.

Reife Märkten wie Deutschland, Frankreich und Italien sind jedoch bereits gut ausgerüstet und werden voraussichtlich nur wenige Aufträge für diese modernen Verpackungsmaschinen generieren. Außerdem halten die hohen Steuersätze und Arbeitskosten in diesen Ländern ausländische Investoren ab und begrenzen Green-Field-Projekte, wodurch die Aufnahme neuer Ausrüstung gedrosselt wird.

In Südeuropa hat sich der Abschwung negativ auf die Prozess- und Fertigungsbranchen ausgewirkt. Endanwender sind bemüht, Betriebs- und Wartungskosten zu reduzieren, und sind nicht bereit, in unwichtige Automatisierungsprozesse zu investieren.

„Maschinenzulieferer müssen sich auf Regionen konzentrieren, die nicht vom wirtschaftlichen Abschwung betroffen sind“, schließt Narayanaswamy. „Die Märkte in Skandinavien, Mittel- und Osteuropa sowie Großbritannien bieten aufgrund ihres stabilen Wachstums in den Bereichen Wirtschaft und Endanwender die besten Aussichten, dass die Maschinen ihre Abnehmer finden werden.“

(dw)

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