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Sulzer: Auftrag für Produktionsanlage für Biopolymer PLA in Asien

02.05.2013 Der schweizer Anlagen- und Maschinenbauer Sulzer, Winterthur, hat einen Auftrag erhalten, eine Produktionsanlage auf Basis der von Sulzer entwickelten Produktionstechnologie für Polymilchsäure (Polylactic Acid, PLA) zu bauen. Die Anlage wird eine Kapazität von über 10.000 t/a haben und soll im zweiten Halbjahr 2014 in Betrieb gehen.

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Bild für Post 84202

Sulzer Chemtech hat ein Verfahren entwickelt, das die Herstellung von Polylactid-Kunststoffen (PLA) mit einer Temperaturstabilität bis 180 °C ermöglicht. Im Bild eine Pilotanlage von Sulzer mit einer Kapazität von 5.000 t/a (Bild: Sulzer)

Die Anlage wird PLA für eine breite Palette von Anwendungen produzieren. Die beiden Vertragspartner haben zudem vereinbart, die Technologie und die Pilotanlagen von Sulzer zu nutzen, um den Kunden bei der Entwicklung innovativer Lösungen für den asiatischen Polymermarkt zu unterstützen.

Die von Sulzer entwickelte, patentgeschützte Technik ermöglicht die kontinuierliche Polymerisation von hochwertigem PLA mit sehr tiefen Restmonomeranteilen und weitem Viskositätsbereich. Das so hergestellte PLA zeichnet sich durch eine sehr hohe Kristallinität aus und hält Temperaturen von bis zu 180 °C stand. Die Automobil-, Elektronik- und Textilindustrie entwickeln zurzeit verschiedene Anwendungen für diesen neuen Werkstoff, die in nächster Zeit auf den Markt kommen dürften.

Kürzlich hat das Unternehmen eine eigene Pilotanlage für 1.000 t/a pro Jahr in der Schweiz in Betrieb genommen. Damit ist Sulzer in der Lage, die Kunden bei der Entwicklung neuer PLA-Anwendungen zu unter stützen – sowohl durch die Herstellung von Mustern in größeren Mengen als auch durch die Demonstration der Polymerisationstechnik.

(dw)

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