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Symrise setzt Doppelschneckenextruder von Coperion ein

25.07.2011 Coperion, Hersteller für Compoundiersysteme, hat dem Duft- und Geschmackstoff-Produzenten Symrise einen Doppelschneckenextruder mit einem Schneckendurchmesser von 76 mm für Lebensmittelanwendungen geliefert. Die Anlage des Typs ZSK Megavolume Plus arbeitet Flüssigaromen in eine Trägerstoffmatrix auf Basis von Kohlenhydraten ein.

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Auf diese Weise verkapselte Aromastoffe bieten neben einem besseren Geschmack während des Verzehrs weitere Vorteile: Sie halten sich länger, sind besser geschützt und eignen sich besser zur Weiterverarbeitung. Verglichen mit anderen Verfahren, bietet der Extruder von Coperion technische wie auch wirtschaftliche Vorzüge. So werden die Aromen fein dispergiert und komplett umschlossen. Eine Nachtrocknung, die neben dem Aufwand und den entstehenden Kosten das Risiko einer Schädigung der Aromen birgt, entfällt. Weiterhin ist die Temperaturführung des Extrusionsverfahren unabhängig von der benötigten Trocknungstemperatur. Hierdurch verringern sich die Einschränkungen bei der Trägermittelwahl. Die mögliche Korngröße der Granulate beginnt bei 0,6 mm, welche sich bei der Weiterverarbeitung leicht mit Wasser benetzen lassen. Dr. Ingo Reiß, Supply Chain Director NFP bei Symrise, kommentiert die Anschaffung: „Coperion hat unsere Anforderungen an die Qualität der verkapselten Aroma-Granulate und an die Durchsatzleistung der Anlage verstanden. Das Unternehmen hat sich bereit erklärt, in enger Kooperation mit uns die zentrische Granulierung ZGF 70 konstruktiv so anzupassen, dass sie exakt unseren Vorstellungen entspricht.“

Das WIP-Design (Wash in Place) der Anlage ermöglicht das Auswaschen und Durchspülen des Extruders in kurzer Zeit ohne eine aufwändige Demontage zu erfordern. Die gesamte Ausführung erfüllt die Anforderungen der Lebensmittelindustrie und geht sogar über sie hinaus. Um die Funktionsfähigkeit der Anlage vor ihrer Lieferung bei Symrise zu überprüfen, wo schwierige Einbau- und Montageverhältnisse herrschen, montierte Coperion den gesamten Doppelschneckenextruder vorab in Stuttgart, wo eine Werksabnahme erfolgte. Danach wurde er wieder demontiert und beim Kunden erfolgreich in Betrieb genommen.

 

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