Auf die Feuchte kommt es an

Überwachung des Wassergehaltes bei der Produktion von Kräuterbonbons

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31.10.2011 Der Wassergehalt der berühmten Ricola-Kräuterbonbons aus Schweizer Bergkräutern muss während des gesamten Produktionsprozesses streng überwacht werden. Ricola verwendete hierzu über 20 Jahre lang einen volumetrischen Karl-Fischer-Titrator, um die optimale Qualität der Kräuterprodukte zu gewährleisten.

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Überwachung des Wassergehaltes bei der Produktion von Kräuterbonbons

Karl-Fischer-Titrator V30 zur Überwachung des Wassergehalts während der Produktion der Kräuterbonbons bei Ricola (Bild: Mettler Toledo)

Seit Gründung der Ricola AG in der Schweiz vor 80 Jahren haben die berühmten Kräuterbonbons zahllosen Menschen mit Halsschmerzen oder trockener Kehle Linderung verschafft. Das Familienunternehmen bietet ein breites Produktsortiment von Kräutertees bis hin zu zuckerfreien Kräuterbonbons in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Verpackungen. Das gesamte Sortiment der Kräuterprodukte wird in der Schweiz hergestellt. Rund 90% der Waren sind für den Export in mehr als 50 Länder bestimmt.

Anspruchsvolle Proben
Das Geheimnis hinter der Heilkraft der Bonbons ist ein streng gehütetes Rezept aus 13 Kräutern. Die in den Bonbons und Pastillen von Ricola verwendeten Kräuter wachsen in natürlichem Anbau ohne Verwendung von synthetischen Herbiziden, Pestiziden, Fungiziden oder künstlichen Düngemitteln. Qualität ist daher oberstes Gebot bei Ricola. Ein ganz wichtiger Qualitätsfaktor ist der Wassergehalt der Rohstoffe und der Bonbons selbst. Oberhalb eines bestimmten Wassergehalts kommt es zu ernsten Problemen im Produktionsprozess. Das Erscheinungsbild der einzelnen Bonbons variiert ebenfalls in Abhängigkeit vom Wassergehalt. Eine strenge Überwachung ist deshalb nicht nur bei der Produktentwicklung, sondern auch für die Prozess- und Lagerfähigkeit entscheidend.
Aufgrund dieser Kriterien muss die Abteilung für Qualitätskontrolle bei Ricola den exakten Wassergehalt der Produkte kennen. Zunächst muss das Wasser freigesetzt werden. Die beste Möglichkeit für die Ricola-Proben ist eine auf 50 °C erwärmte Formamid-/Methanolmischung, um eine bessere und schnellere Auflösung zu erreichen.
Ein volumetrischer Karl-Fischer-Titrator mit thermostatisiertem Titriergefäss erledigt diese Aufgabe spielend. Mit Solvent Manager wird das giftige Formamid automatisch in die Titrierzelle und nach Gebrauch in eine Abfallflasche gepumpt, um den direkten Kontakt zu vermeiden.

20 Jahre Zuverlässigkeit
Der volumetrische Titrator leistete Ricola über viele Jahre hinweg treue Dienste. Der erste Karl-Fischer- Titrator wurde 1989 angeschafft und erst kürzlich durch zwei neue V30-Modelle für die Produktion
und das Vertriebszentrum ersetzt. Die bereits validierten Instrumente werden täglich von den Laboranten eingesetzt. Zu den wichtigsten neuen Funktionen zählt der als bedienerfreundlich empfundene Touchscreen. Daniel Spaar, Leiter der Qualitätskontrolle, kommentiert: „Das Gerät hat sich über die letzten zwei Jahrzehnte als überaus zuverlässig erwiesen. Wir schätzen ebenfalls den stets prompten Service. Dies waren die wichtigsten Gründe für die Anschaffung von zwei V30, die hoffentlich wieder 20 Jahre halten.

Heftausgabe: November 2011
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Susanne Wahlen, Application Specialist Mettler Toledo

Über den Autor

Susanne Wahlen, Application Specialist Mettler Toledo
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