Kein Verfahren von der Stange

Ultrafiltration für die Reinstwasserproduktion

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28.04.2015 Wasser ist der Quell des Lebens. Jedoch kann ungereinigtes Wasser Leben gefährden - nicht nur als Trinkwasser, sondern auch bei sensiblen Prozessen wie dem Herstellen von Medikamenten. Daher schützen hohe Qualitätsstandards den Verbraucher und fordern den Einsatz von hochreinem Wasser zur Wirkstoffproduktion sowie zum Reinigen von Apparaten und Oberflächen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Vom gereinigten Wasser bis zum Wasser für Injektionszwecke: In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie
  • ist gewöhnliches Trinkwasser nur Ausgangsstoff der vorgeschriebenen Wasserqualitäten.
  • Daher müssen Produzenten Wasseraufbereitungsanlagen betreiben. Diese müssen nicht nur die vorgeschriebenen Qualitäten erzeugen können, sondern auch einfach zu reinigen sein und effizient laufen.
  • Das häufigste Verfahren ist dabei eine Kombination von Vorfiltration, Enthärtung, Vollentsalzung, Elektrodeionisation und einer abschließenden Abtrennung von Endotoxin und Bakterien.

Zur Produktion hochreinen Wassers verwenden Betreiber verschiedene Filtersysteme. Sicherheit ermöglichen hier vor allem Ultrafiltrationsmembranen.

Wasser ist nicht gleich Wasser
Die Qualität von Reinstwasser ist im Europäischen Arzneibuch in drei Reinwasserqualitäten unterteilt:

  • Gereinigtes Wasser (PW, Purified Water)
  • Reinstwasser (HPW, Highly Purified Water)
  • Wasser für Injektionszwecke (WFI, Water for Injection)

Zum Herstellen dieser Wasserqualitäten ist das Verwenden von Trinkwasser vorgeschrieben. Während Trinkwasser in etwa der Qualität von Quellwasser entspricht und neben Mineralsalzen auch Bakterien und Endotoxine enthält, wird Reinstwasser durch mehrere Aufbereitungsstufen sowohl entsalzt als auch von Bakterien und Endotoxinen befreit. Die erzielbaren Wasserqualitäten sind an ihre Herstellverfahren geknüpft: So ist bei ‚normal‘ gereinigtem Wasser das Entfernen von Endotoxinen nicht erforderlich. Da aber Endotoxine im menschlichen Körper Entzündungen auslösen können, ist auf diese Weise gereinigtes Wasser für den Einsatz in pharmazeutischen Anwendungen ungeeignet. Bei HPW und WFI ist die Präsenz von Endotoxinen verboten. Die Qualität dieser beiden Wässer ist ähnlich; sie unterscheiden sich hauptsächlich durch das Ausgangsmedium. Während Betreiber für die Produktion von HPW unbehandeltes Trinkwasser verwenden können, ist in Deutschland für WFI destilliertes Wasser als Ausgangsmedium vorgeschrieben.

Heftausgabe: Mai 2015
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Tobias Steube, Vertrieb Water and Wastewater Applications, Microdyn Nadir

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Tobias Steube, Vertrieb Water and Wastewater Applications, Microdyn Nadir
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