Sparmaßnahmen

US-Konzern Eli Lilly kürzt 3.500 Stellen

08.09.2017 Schrumpfen, um zu wachsen: Der US-amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly will sein Geschäft verschlanken und Kosten sparen. Zu diesem Zweck streicht das Unternehmen weltweit 8 % seiner Arbeitsplätze.

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Der US-Pharmakonzern Eli Lilly verordnet sich eine Schrumpfkur und streicht 8 % seiner Stellen weltweit, um 500 Mio. US-Dollar/a zu sparen. (Bild: ioannis kounadeas – Fotolia)

Mit den Stellenkürzungen will der Pharmakonzern ab 2018 bis 500 Mio. US-Dollar/a einsparen. Ziel der Sparmaßnahmen ist ein verstärkter Fokus auf die Entwicklung neuer Medikamente, die langfristig zu mehr Umsatz und Wachstum führen sollen. „Wir haben viele Gelegenheiten – mit acht in den vergangenen vier Jahren auf den Markt gebrachten Medikamenten und dem Potential für zwei weitere bis Ende nächsten Jahres“, erklärte Vorstandschef David Ricks. „Um dieses Potential wirklich durchzusetzen, sind wir bereit, unsere Organisation zu glätten und unsere Fixkosten weltweit zu reduzieren.“

Ein Großteil der betroffenen Arbeitsplätze soll durch freiwilligen vorzeitigen Ruhestand von Mitarbeitern in den USA wegfallen. Das Programm, das Mitarbeitern höhere Rentenbezüge bietet, soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Für weitere Einsparungen will Lilly weitere Mitarbeiter entlassen und einzelne Standorte zusammenlegen oder schließen. Der Konzern rechnet im Zuge dieser Maßnahmen zunächst mit einmaligen Kosten von rund 1,2 Mrd. US-Dollar, die im dritten und vierten Quartal 2017 anfallen. Die jährlich gesparten 500 Mio. US-Dollar sollen zu gleichen Teilen die Kostenstruktur des Unternehmens verbessern sowie in Re-Investitionen für Produktentwicklung und klinische Forschung fließen.

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