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VCI wählt Merck-Chef Kley zum Präsidenten des Verbandes

08.10.2012 Der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck, Dr. Karl-Ludwig Kley, ist von der Mitgliederversammlung des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Frankfurt, zum Präsidenten gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Klaus Engel an, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries.

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Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck, wurde auf der Versammlung des Verbands der Chemischen Industrie in Essen zum neuen Präsidenten gewählt (Bild: Merck)

Kley, dessen Amtszeit bis Oktober 2014 läuft, hat anlässlich seiner Wahl erklärt: „Es ist auch das Verdienst der deutschen chemischen Industrie, dass unser Land bis jetzt gut durch die Krise gekommen ist. Diesen Vorteil gilt es zu nutzen. Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen chemischen Industrie weiter stärken. Nur eine wettbewerbsfähige Chemieindustrie kann dazu beitragen, Deutschland angesichts dunkler Konjunkturwolken wetterfest zu machen. Zwingend notwendig sind dazu unter anderem eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung, die klare politische und gesellschaftliche Unterstützung von Forschung und Entwicklung sowie die Sicherung des freien Welthandels.“

Dem VCI-Präsidium gehört Kley seit September 2007 an. Er übernahm im September 2008 die Funktion des Schatzmeisters des Verbandes und war in gleicher Funktion seit September 2010 auch Vizepräsident des VCI.

Karl-Ludwig Kley studierte nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann an der Universität München Jura. Nach dem Referendariat trat er 1982 bei Bayer ein und promovierte berufsbegleitend 1986 an der Universität München zum Dr. jur. Bei Bayer war er zunächst im Bereich Konzernfinanzen und später als Assistent des Vorstandsvorsitzenden tätig. Nach einem Auslandsaufenthalt als Finanzchef in Japan hatte er verschiedene leitende Positionen im Geschäftsbereich Pharma inne; von 1991 bis 1994 im Vertrieb und anschließend bis 1997 als Leiter des Geschäftsbereichs Pharma der italienischen Bayer-Tochtergesellschaft. Danach übernahm er in der Zentrale von Bayer die Leitung des Ressorts Finanzen und Investor Relations. 1998 wurde Kley Mitglied des Vorstandes der Lufthansa und verantwortete dort das Ressort Finanzen. Im September 2006 wechselte Kley als stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung zu Merck in Darmstadt. Ende April 2007 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung ernannt.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 % der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2011 über 184 Mrd. Euro um und beschäftigte mehr als 428.000 Mitarbeiter.

(dw)

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