Markt

VDMA-Umfrage: Deutsche Maschinenbauer investieren in den USA

01.04.2016 Laut einer Umfrage des VDMA sind die Vereinigten Staaten erneut das größte Exportland für die Maschinenbauer in Deutschland, und diese starke Stellung werden die USA auch 2016 halten können.

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VDMA-Umfrage: Deutsche Maschinenbauer investieren in den USA

Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA sind drei von vier Maschinenbaufirmen zuversichtlich, in diesem Jahr mehr Geschäfte jenseits des Atlantiks tätigen zu können. (Bild: markus_marb – Fotolia)

Während der chinesische Markt vermutlich ein weiteres Mal leicht schrumpfen könnte, erwartet eine deutliche Mehrheit der in den USA tätigen Maschinenbauer steigende Absätze. Drei von vier deutschen Maschinenbaufirmen sind zuversichtlich, in diesem Jahr mehr Geschäfte jenseits des Atlantiks tätigen zu können. Knapp 60 % der befragten Unternehmen plant, in den nächsten drei Jahren in den USA zu investieren, rund die Hälfte dieser Beträge ist für den Auf- und Ausbau von Produktion und Montage vorgesehen.

Zwar bietet auch der amerikanische Markt keinen Anlass für Euphorie. Aufgrund des relativ schwachen weltwirtschaftlichen Umfelds und des drastischen Rückgangs der Investitionen im Fracking-Sektor rechnet der VDMA für 2016 allenfalls mit einem leichten Anstieg der Exporte in die USA (2015: plus 11,2 % auf 16,8 Mrd. Euro). Grund dafür ist auch, dass die Unternehmen im vergangenen Jahr Rückenwind durch einen sinkenden Eurokurs hatten, der in der laufenden Periode fehlen dürfte.

Die enge Verbundenheit mit den amerikanischen Kunden verdeutlicht auch die Antworten auf die Frage nach den Folgen der VW-Abgasaffäre. „Made in Germany“ genießt in den USA nach wie vor einen guten Ruf, nur 17 % der Befragten glauben, dass sich die Reputation der deutschen Industrie seit Beginn des Jahres 2015 verschlechtert hat. Von den deutschen Unternehmen mit einer eigenen Niederlassung in den USA sehen sogar nur 10 % eine Verschlechterung ihrer Reputation.

 

Die Meldung des VDMA mit weiteren Ergebnissen der Umfragen und Einschätzungen zum Thema TTIP finden Sie hier.

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