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Ventilhersteller Gemü begeht sein 50-jähriges Bestehen

20.05.2014 Gebrüder Müller Apparatebau (Gemü) aus Ingelfingen feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Von Fritz Müller in der elterlichen Garage gegründet, hat sich der Hersteller von Ventil-, Mess- und Regelsystemen vom Ein-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen mit heute 1.400 Mitarbeitern entwickelt.

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Der Unternehmensgründer Fritz Müller entwickelte und fertigte 1964 das weltweit erste Prozessventil aus Kunststoff und baute darauf ein Unternehmen auf (Bild: Gemü)

1964, im Jahr der Firmengründung, lieferte das Unternehmen auch sein erstes Prozessventil aus Kunststoff aus. Das direktgesteuerte elektromagnetisch betätigte Sitzventil ermöglichte erste wirtschaftliche Schritte in der Automatisierung bei galvanischen Anlagen. 1968 beginnt die Entwicklung von pneumatisch betriebenen Kunststoff-Membranventilen und das erste eigene Produktionsgebäude wird bezogen.

Das Unternehmen wächst und gedeiht, neue Produktgruppen kommen hinzu, und neben der Kunststoffverarbeitung auch die Metallbearbeitung. So entwickelt sich Gemü zu einem führenden Hersteller von Ventil-, Mess- und Regelsystemen mit weltweiter Ausrichtung. Mit Gert Müller als Geschäftsführer folgte 2011 die zweite Generation dem Ruf der elterlichen Firma, die nach wie vor ein Familienunternehmen ist.

Eine Kernkompetenz von Gemü sind beispielsweise die aus Vollmaterial gefrästen Mehrwege-Ventilblöcke. Ursprünglich aus Edelstahl gefertigt, ermöglichen sie eine Anlage wesentlich kompakter und zugleich flexibler zu gestalten. Auch der Kunststoff-Anlagenbau stellt zunehmend Anforderungen wie diese. Aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung in der Edelstahlblock-Konstruktion und -Fertigung bilden sich Synergien, welche nun auch in die Herstellung der Kunststoffventilblöcke einfließen. Dieses Know-how macht das Unternehmen zu einem führenden Hersteller von komplexen Mehrwege-Ventilblöcken aus Kunststoff. Das breit aufgestellte Produktprogramm richtet sich an eine ganze Reihe von Branchen – vor allem Unternehmen mit hygienischen Prozessanlagen sowie High-Purity-Prozesstechnik, zum Beispiel die Halbleiterfertigung, sowie an die Branchen Chemie, Umwelttechnik oder auch Wasseraufbereitung.

Auch im Hinblick auf die zunehmende Elektrifizierung und Automatisierung im Anlagenbau befindet sich das Unternehmen auf der Höhe der Zeit und bietet eine entsprechende Auswahl an, beispielsweise Elektroantriebe für Sitz- und Regelventile, Absperrklappen und Membranventile. Je nach Ausführung können diese serienmäßig mit entsprechenden Stellungs- oder Prozessreglern ausgestattet sowie über gängige Kommunikationsschnittstellen angebunden werden.

(dw)

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