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Verpackungshersteller Weidenhammer steigert Umsatz auf 251 Mlio. Euro

07.05.2014 Die Weidenhammer Packaging Group (WPG), Hockenheim, hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2013 um rund 2,5 % auf 251 Mio. Euro gesteigert - trotz der kritischen Wirtschaftslage in vielen europäischen Märkten. Die deutschen Standorte der Gruppe steuerten dabei mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes bei.

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Die Weidenhammer Packaging Group ist mit zwölf Produktionsstandorten, etwa 1.100 Mitarbeitern und einem Jahresgruppenumsatz von über 250 Mio. Euro ein führender Anbieter von Kombidosen, Kombitrommeln und Kunststoffbehältern (Bild: Weidenhammer Packaging)

Für das laufende Jahr sind weitere Investitionen in den Ausbau des Produktportfolios geplant. Im Fokus: dichte Barriere-Verpackungen für Lebensmittel oder Neuentwicklungen wie die Naturalcan. Rund 21 Mio. Euro flossen im vergangenen Jahr in den Ausbau und die Modernisierung von Werken sowie in Forschung und Entwicklung. 2014 könnte diese Investitionssumme laut der Gruppe übertroffen werden.

Die Geschäftsbereiche Karton- und Kunststoffverpackungen trugen zu der positiven Jahresbilanz bei. Neben dem Kerngeschäft der Gruppe mit Kombidosen verbuchte 2013 auch die Kunststoffsparte Weidenhammer Plastic Packaging (WPP) mit Sitz im sächsischen Zwenkau erkennbare Zuwächse.

„Unser Geschäft mit hochwertigen Kunststoffverpackungen im In-Mould Labelling Verfahren (IML) entwickelt sich weiter gut“, so Ralf Weidenhammer, Geschäftsführer der WPG. „Im vergangenen Jahr konnten wir einige Kunden hinzugewinnen – insbesondere im Segment der Molkereiprodukte, die ein wichtiger Wachstumsbereich für uns sind. Unsere Kunststoffsparte ist mittlerweile eine wichtige Säule unserer Zukunftsplanung.“ 2014 will die WPG deshalb ihren bisherigen Kurs fortsetzen und weiter organisch durch neue Kunden und Märkte wachsen. Angestrebt wird für das laufende Jahr ein Umsatz von 254 Mio. Euro.

Geschäftsentwicklung im Ausland
Auch geographisch will der Hersteller von Kombidosen, Kombitrommeln und Kunststoffbehältern neue Märkte erschließen: Im Januar wurde ein neues Werk in Chile eröffnet. Trotz der politischen Fragezeichen soll zudem das russische Werk in Vladimir erweitert werden.

Positiv verlief die Geschäftsentwicklung 2013 in Belgien, Frankreich und Großbritannien: So konnte die Produktion von Snackdosen im belgischen Werk in Mechelen signifikant gesteigert werden und die französische Tochtergesellschaft Neuvibox trotz der angespannten Marktlage ihren Umsatz um rund 5 % steigern. Die noch junge Unternehmenstochter Weidenhammer UK im englischen Bradford erreichte auch im dritten Jahr in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum. Schwieriger gestaltete sich 2013 die Entwicklung in den Niederlanden, Russland und Griechenland. In allen drei Ländergesellschaften ging der Umsatz leicht zurück.

Anfang dieses Jahres eröffnete die WPG ihr erstes Kombidosenwerk in Santiago de Chile. Seit Mitte Januar produziert die Unternehmensgruppe dort auf zunächst einer Produktionslinie Snack Cans für Stapelchips der Marke Lay‘s. Gut 5 Mio. Euro investierte die WPG in die 3.000 m² große Produktionsstätte, die in direkter Nachbarschaft zum Kunden Pepsico liegt und im Rahmen eines Joint Ventures mit dem chilenischen Verpackungsunternehmen Empack in Santiago errichtet wurde.

Fokus auf Barriere-Verpackungen und Nachhaltigkeit
Im Fokus der Entwicklungsarbeit stehen weiterhin dichte Barriere-Verpackungen für Lebensmittel, die eine gleichwertige Alternative insbesondere zu Weißblechdosen und Glasverpackungen darstellen. Hier sieht der Verpackungshersteller, der bereits mit seinen patentierten Permasafe-Verpackungen aus Kunststoff in dieses Segment eingedrungen ist, einen wachsenden Bedarf im Markt. Dieser werde nicht zuletzt angetrieben durch höhere gesetzliche hygienische Anforderungen an Füllgüter und Verpackungen. Zu dieser Lösung kommt im Segment der Kombidosen die Peel-off Top-Dose, eine besonders dichte Dose, in der sich auch sauerstoffempfindliche Füllgüter, wie beispielsweise Milchpulver oder Kaffee, sicher verpacken lassen.

Dazu kommen 2014 weitere Neuentwicklungen wie die Naturalcan, eine aus besonders nachhaltigen Materialien produzierte Kombidose, die erstmals auf der diesjährigen Interpack präsentiert wird. Zudem will das Unternehmen, das derzeit mit insgesamt 14 eigenen Photovoltaik-Anlagen fast 65 % seines gesamten Energiebedarfs ihrer europäischen Werke abdeckt, diese Erzeugungstechnik weiter ausbauen. Bis 2020 will das Unternehmen seinen gesamten Energiebedarfs mit Solarstrom decken.

(dw)

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