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vfa bio: Biosimilars sind kein Garant für Kostensenkungen

13.12.2013 “Biosimilars haben ihre Berechtigung im Pharmamarkt, sind allerdings kein Garant für substanzielle Therapiekosten-Senkungen!“ Das ist das Fazit von Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer vfa bio beim Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), Berlin, mit Blick auf eine aktuelle Untersuchung von IMS Health im Auftrag des Verbandes.

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vfa bio: Biosimilars sind kein Garant für Kostensenkungen

Biotechnik: In Kulturgefäßen werden Zellen im Labormaßstab vermehrt. Sie können als Startkultur für die Fermentation verwendet werden (Bild. Boehringer Ingelheim)

Diese wurde im Dezember 2013 in der Zeitschrift Monitor Versorgungsforschung (Ausgabe 06/2013) publiziert. Die Autoren von IMS Health haben die Entwicklung der Preise und Absätze der Biopharmazeutika untersucht, die in Deutschland bereits Wettbewerb durch Biosimilars erfahren haben: die Somatropine, die Filgrastime und Epoetine (zur Therapie von Wachstumsstörungen, Neutropenie und Anämie). Wie sich zeigte, blieb der Preis für Somatropin- und Filgrastim-Präparate durch den Markteintritt von Biosimilars praktisch unbeeinflusst; lediglich bei Epoetin-Präparaten fiel der Preis nach dem Biosimilars-Markteintritt um mehr als die Hälfte.

Die etablierten Biopharmazeutika standen aber nicht nur im Wettbewerb mit Biosimilars, sondern auch mit weiterentwickelten, noch patentgeschützen Präparaten, beispielsweise Medikamenten mit verlängerter Wirkdauer. Diese Weiterentwicklungen konnten ihren Absatz auch nach dem Markteintritt von Biosimilars der Vorläuferprodukte meist weiter steigern und ihren Preis weitgehend konstant halten. Nur bei den lang-wirksamen Epoetinen sanken Preis und Absatz unter das Niveau, das sie bei Markteintritt der Biosimilars hatten.

„Alles in allem macht dies deutlich, dass Biosimilars keineswegs regelhaft Kostensenkungen hervorrufen“, so Throm. „Man muss skeptisch bleiben, wenn etwaige Einsparpotenziale durch Biosimilars prognostiziert werden, auch im Hinblick auf die künftigen biosimilaren monoklonalen Antikörper. Und deshalb sollten auch keine Markteingriffe zugunsten von Biosimilars vorgenommen werden.“

Gegen die immer wieder geforderten festen Biosimilar-Quoten spreche noch etwas anderes, so Throm: „Es hat seinen Grund, dass die weiterentwickelten Biopharmazeutika durch die Biosimilars in der Regel nicht unter Druck geraten: Ärzte wissen, dass sie mit diesen ihre Patienten oftmals besser behandeln können.“ Es wäre deshalb medizinisch inakzeptabel, ihre Verordnung durch Pflichtverordnungsquoten für Biosimilars zu rationieren. Das werde auch für weiterentwickelte monoklonale Antikörper gelten, mit denen in den nächsten Jahren zu rechnen sei. Ihren Einsatz zugunsten von Biosimilars älterer Antikörperpräparate zu limitieren, sei nicht im Sinne der Patienten.

Über den vfa bio
Der Verband vertritt die Biotechnologie im vfa (44 Mitgliedsunternehmen. Der vfa bio (31 Mitgliedsunternehmen) macht sich dafür stark, das medizinische und wirtschaftliche Potenzial der Biotechnologie zu nutzen und Deutschland zum führenden Biotechnologiestandort Europas zu machen.

(dw)

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