Markt

VFA: Pharmaindustrie ist krisenfest

07.01.2009

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Die forschenden Pharmaunternehmen sind krisenfest, ein sicherer und verlässlicher Arbeitgeber und investieren stärker in Forschung und Entwicklung. Sie brauchen aber stabile Rahmenbedingungen für Investitionen und fordern deshalb: Deregulierung statt Subvention. Das sind die Ergebnisse einer Befragung des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) unter seinen Mitgliedsunternehmen zur wirtschaftlichen Entwicklung 2009.

Die meisten der befragten Unternehmen (71,9 Prozent) rechnen mit einem Anstieg der Umsätze, der in der Regel aber moderat ausfallen wird. Auch die Beschäftigungsplanung ist robust. 41,2 Prozent der Unternehmen wollen ihr Personal halten. Mehr als ein Viertel (26,5 Prozent) wollen ihr Personal aufstocken, knapp ein Drittel (32,4 Prozent) reduzieren. 2007 beschäftigten die forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland 91000 Arbeitskräfte; es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Wert auch 2009 annähernd erreicht wird.

Die Einstellung der Unternehmen zu Deutschland als Standort für Forschung und Entwicklung ist positiv: Die Mehrzahl der Befragten plant eine Erhöhung der F&E-Aufwendungen (43,8 Prozent). An eine Reduktion denkt nur ein Viertel (25,0 Prozent). Ähnlich ist es bei Forschung und Entwicklung im Sonderbereich Bio- bzw. Gentechnologie: 48,1 Prozent planen eine Erhöhung, nur 14,8 Prozent eine Reduktion.

Dazu Dr. Wolfgang Plischke, Vorsitzender des VFA: „Wenn wir auch als Versorgerbranche etwas gelassener auf den Konjunkturabschwung blicken können als andere, so leben auch wir nicht auf einer Insel der Seligen. Wir beobachten die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf einen besonders wichtigen Teil unserer Branche sehr genau: Die biopharmazeutischen Start-ups. Sollte sich die Finanzmarktkrise zu einer „Kreditklemme“ in Deutschland auswachsen, wären diese Firmen, die besonders auf die Versorgung mit Risikokapital angewiesen sind, besonders getroffen. „

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