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Wechselkurs Schweiz: Notenbank-Entscheidung schickt Pharmawerte auf Talfahrt

16.01.2015 Die überraschende Entscheidung der Schweizer Notenbank, den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufzugeben, hat an den Aktienmärkten für deutliche Turbulenzen gesorgt. Während für deutsche Unternehmen die Exportchancen weiter steigen, verloren Industrieunternehmen aus der Schweiz - darunter die Pharmariesen Roche und Novartis - gestern massiv an Wert.

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Wechselkurs Schweiz: Notenbank-Entscheidung schickt Pharmawerte auf Talfahrt

Die Schweiz hat die Wechselkursfixierung zum Euro aufgegeben (Bild: Isabelle Barthe – Fotolia)

Mit der schlagartigen Aufwertung des Franken gestern um rund 15 Prozent gingen Schweizer Industriewerte auf Talfahrt. Die Pharmakonzerne Roche und Novartis verloren 8,6 Prozent an Wert, in ähnlicher Größenordnung waren die Verluste des Spezialchemiekonzerns Clariant. Mit der Aufwertung des Franken verteuern sich Exportgüter aus der Schweiz. Auch Maschinenbauer und Lieferanten von Anlagenkomponenten sind dadurch betroffen.

Die Schweizer Nationalbank hatte im Jahr 2011 den Wechselkurs auf mindestens 1,20 Franken pro Euro festgelegt, um die schweizerische Exportwirtschaft zu schützen. Um den Kurs zu halten, hat die Schweiz seither massiv ausländische Wertpapiere, darunter deutsche Bundesanleihen, aufgekauft. Die Schweiz ist inzwischen der größte Gläubiger Deutschlands.

(as)

 

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