Transport und Lagerung biopharmazeutischer Produkte

Wenn Biotech auf Reisen geht

06.10.2016 Schnell und sicher müssen sich nicht gegenseitig ausschließen: Den Allegro Transportbehälter von Pall Life Sciences kann der Anwender mit Allegro Biocontainern mit einem Volumen von 100 und 200 l verwenden.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Der Transport und die Lagerung von Produkten oder Prozessflüssigkeiten ist eine elementare Anforderung an biopharmazeutische Herstellungsprozesse.
  • Single-use-Technologien stellen aus Gründen der Flexibilität und des Kosten-Sparpotentials (Reinigung, Sterilisation, Validierung) eine attraktive Option gegenüber herkömmlichen Ansätzen mit Edelstahlbehältern dar.
  • Darüber hinaus können Betreiber auf diese Weise Kreuzkontaminationen ausschließen.
Wenn Biotech auf Reisen geht

Verladen eines
Transportbehälters zwischen zwei Produktionsstandorten. (Bild: Bild Pall)

Biocontainer, mit denen sich bereits Flüssigkeitsvolumina ab 50 l sicher transportieren lassen. Damit besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Chargengrößen und Volumina flexibel zu handhaben. Eine einzelne Person ist in der Lage, die sich selbstentfaltenden Biocontainer ohne weitere Hilfsmittel zu installieren. Der Transportbehälter ermöglicht den Schutz des Single-use-Biocontainers, indem er ihn im gefüllten Zustand mit einfach handhabbaren und robusten Sicherungsvorrichtungen fixiert. Das empfindliche Bodenauslassventil des Biocontainers stabilisiert eine spezielle Arretierung, sodass weder horizontale noch vertikale Bewegungen auftreten können. Alle Anschlüsse auf der Auslassseite des Biocontainers kann der Anwender in einer Edelstahlkammer unterhalb des Transportbehälters verstauen, die durch eine abdichtende Klappe verschlossen wird. Die Oberseite des Biocontainers schützt eine Anti-Schaum-Vorrichtung, bestehend aus einer Schaumstoffschicht und einer Abdeckplatte, die sich der jeweiligen Füllhöhe anpassen lässt. Darüber hinaus ermöglicht sie das sichere Positionieren des Biocontainers im Transportbehälter und schafft auf diese Weise die Grundlage für einen problemlosen Transport. Die Abdeckplatte hat eine Öffnung, die die Anschlüsse auf der Einlassseite des Biocontainers aufnimmt und vom Biocontainer separiert, sodass Schäden durch Reibungseffekte während des Transports vermieden werden. Robuste Spanngurte, die der Anwender über Schnallen fixiert, sichern die Abdeckplatte, sodass ein Hin- und Herschwappen der Flüssigkeit ausgeschlossen ist. Zusätzlich verschließt ein Deckel den Behälter auf der Oberseite.

ISO-zertifizierte Sicherheit

Wenn Biotech auf Reisen geht

Transportbehälter mit und ohne Rollwagen für Single-use-Biocontainer.

Sind alle Sicherheitsvorrichtungen korrekt installiert, lässt sich der Transportbehälter problemlos verladen und zwischen verschiedenen Standorten bewegen. Der Behälter ist in geschlossenem Zustand komplett abgedichtet, sodass während des Transports keine Verschmutzung des Biocontainers und seiner Anschlüsse durch äußere Einflüsse erfolgen kann. Auf der Außenseite finden sich Vorrichtungen zum Unterbringen der Versandpapiere. Optional sind Rollwagen erhältlich, die mit zwei drehbaren und zwei festen Rollen ausgestattet sind und den Transport innerhalb des Werks vereinfachen. Der Einsatz der Biocontainer und Behälter erfordert dabei keine aufwendige Mitarbeiterschulung, da die Handhabung intuitiv und daher schnell zu erlernen ist. Anders als bei anderen kommerziell verfügbaren Beuteln erfordert das Befüllen des selbstentfaltenden Biocontainers im Transportbehälter kein manuelles Eingreifen des Anwenders. Das Behälterdesign mit konischem Boden und Auslass am tiefsten Punkt ermöglicht das restlose Entleeren des Biocontainers auch unter Einsatz langer Ablaufschläuche. Der Transportbehälter, den das Unternehmen unter einem Qualitätsmanagementsystem mit ISO 9001 Zertifizierung herstellt, erfüllt die Standards und Testkriterien der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) zum Transport gefährlicher Güter, die neben Dichtigkeitsprüfungen diverse Drucktests, Hebe- und Stapeltests (Gabelstapler) sowie Vibrationstests umfassen. Der Behälter wurde darüber hinaus erfolgreich dem (ISTA) 3H Test der International Safe Transit Association unterzogen, einem Testverfahren, das insbesondere den Einfluss von Stößen und Vibrationen untersucht, die während des Transports auftreten. Auch ist es möglich, die Transportbehälter sicher zu stapeln: Im leeren Zustand lassen sich drei Behälter, im befüllten Zustand zwei Behälter aufeinander setzen. Eine Stapelung während des Transports darf aus Sicherheitsgründen allerdings nicht erfolgen.

Kunststoff erhöht Flexibilität

Die räumlichen Möglichkeiten eines Betreibers innerhalb einer bestehenden Produktionsumgebung sind oftmals begrenzt. In kontrollierten Umgebungen ist der Platzbedarf daher ein kritischer Aspekt, der für eine Single-use-Lösung spricht. Insbesondere zusammenklappbare Behälter aus Kunststoff haben in diesem Einsatzbereich Vorteile: Sie ermöglichen es massiv Platz einzusparen, sollte der Anwender die Behälter temporär nicht benötigen. Aus diesem Grund sind die Kunststoffbehälter so konstruiert, dass das Personal sie zusammenklappen und stapeln kann. Sie sind in zwei Größen für 500 bzw. 200 (100) l Einwegsysteme erhältlich, die im befüllten Zustand 2-hoch (500-l-Version) bzw. 3-hoch (200/100-l-Version) und im zusammengeklappten Zustand 5-hoch gestapelt werden können. Die aus Polypropylen mit Edelstahlverstärkung gefertigten Behälter lassen sich auf einen mobilen Rollwagen setzen, den Mitarbeiter ohne den Einsatz eines Gabelstaplers bewegen können.

Heftausgabe: Juni 2016
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Über den Autor

Louisa Engel, Single-Use Technology Specialist und Dr. Dirk Sievers, Senior Technical Marketing Manager, Pall Life Sciences
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