Miniatur-Berstscheiben für alle Druckbereiche

Zum Bersten winzig

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10.10.2016 Kleiner, leichter, leistungsfähiger: Dieser anhaltende Trend bei Bauteilen und Produkten bedeutet eine Herausforderung für Zulieferer, die diesen Trend mitgestalten wollen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die Strategie ist zwar ein wichtiger Erfolgsfaktor, weitaus wichtiger ist jedoch eine zielstrebige Unternehmens- und vor allen Dingen Führungs-Kultur.
  • Führungskräfte sollten dazu nicht nur Ziele setzen, sondern auch tatsächlich Maßnahmen zu deren Erreichen ergreifen – indem sie selbst als Vorbild dienen und Mitarbeiter konstruktiv anleiten.
  • Drei Gruppen von Mitarbeitern – die Low-Performer, die High-Performer und dazwischen die „fleißigen Bienen“ – bieten unterschiedliches Verbesserungspotential und erfordern daher unterschiedliche Führungsansätze.
Zum Bersten winzig

So winzig, aber eine ausgewachsene Berstscheibe: Dieses Modell hat einen Durchmesser von nur 3 mm. (Bild: Bormann & Neupert by BS&B + by-studio – Fotolia)

Vor allem in hochsicherheitsrelevanten Anwendungen wie Sicherheitssystemen zum Schutz vor Feuer oder in Kühlsystemen, aber auch in der Luftfahrt oder der Automobilindustrie, sind miniaturisierte funktionssichere Lösungen gefragt.

Einfach verkleinern führt nicht zum Ziel

Berstscheiben sind bewährte Sicherheitsarmaturen, die auch in anspruchsvollen Umgebungen eine zuverlässige, schnelle Druckentlastung sicherstellen. Die Gestaltung von sehr kleinen Berstscheiben für geringe Druckbereiche – etwa mit nur 3 mm Durchmesser und Ansprechdrücken ab 8 bar – stellt Entwickler jedoch vor neue Herausforderungen. Denn bei derart kleinen Bauteilen verstärken sich neben der Abhängigkeit von Qualität und Maßhaltigkeit der Fertigungsmaterialien auch die Einflüsse von Haltern und Einbauart.

Darum werden Berstscheiben in solchen kleinsten Durchmessern – anders als diejenigen in herkömmlichen Abmessungen, die per Flansch in Druckgeräte eingebaut werden – in der Regel als integrierte einbaufertige Baugruppe angeboten. Berstscheibe und Halter sind dann untrennbar verbunden. Die Montage erfolgt je nach Einsatzbedingungen geschraubt, geschweißt, gelötet oder geklemmt, um eine hohe Leckagesicherheit zu gewährleisten.

Die Abmessungen bei der Miniatur-Berstscheibe auf Basis einer größeren Ausführung einfach zu verkleinern, führt allerdings nicht zum Ziel, da sie sich konstruktiv von größeren Exemplaren unterscheidet. Der Grund liegt in der Funktionsweise: Der Ansprechdruck klassischer zugbelasteter Berstscheiben ergibt sich aus der Festigkeit des verwendeten Rohmaterials und des Durchmessers. Für eine Anwendung mit kleinen Abmessungen und geringen Drücken ergäben sich extrem geringe Materialstärken. Die Scheibe müsste so dünn sein, dass eine Beschädigung bei der Montage kaum auszuschließen ist. Zudem sind Standard-Materialien wie Aluminium dann sehr empfindlich gegenüber atmosphärischer oder anwendungsbedingter Korrosion und hohen Prozesstemperaturen. Mögliche Alternativmaterialien wie Silber kommen in der Regel aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht.

Heftausgabe: Oktober 2016
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Über den Autor

Geof Brazier, Managing Director, BS&B Safety Systems

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