Kein zündender Funke

Ableitfähiger Transportschlauch für Pharma-Pulver

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22.03.2019 Im Umgang mit explosionsgefährlichen Stäuben sind Zündquellen am besten zu Vermeiden. Besonders bei den hochaktiven und teuren Wirkstoffen der Pharmaindustrie zahlt es sich aus, die Explosionsgefahr zu minimieren.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Beim pneumatischen Pulvertransport stellt neben offensichtlichen Zündquellen auch die elektrostatische Aufladung ein Risiko dar. Mit ableitfähigen Transportschläuchen lässt sich dieses vermeiden.
  • Der vorgestellte Schlauch für Pharma- und Lebensmittelbereiche ist sowohl ableitfähig und damit für explosionsgefährdete Umgebungen geeignet, als auch konform mit den Sicherheits- und Hygieneansprüchen solcher Anwendungen.
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Der ableitfähige Schlauch Pharmadust AS ermöglicht den Pulvertransport ohne elektrostatische Aufladung.
(Bild: MTG)

Schaltgeräte, Antriebe und ähnliche Komponenten sind offensichtliche Kandidaten, die mögliche Zündfunken generieren können. Unauffälliger ist dagegen die elektrostatische Aufladung, die durch die Reibung beim Transport von Pulvern in Rohren und Schläuchen auftreten kann. Hierdurch können Zündfunken in einer besonders staubreichen Umgebung entstehen.

Die Technische Regel TRGS 727 „Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen“ gibt Vorgaben, um diese Gefahr zu vermeiden. Sie behandelt die kritische Umgebung etwa in Schläuchen und Metallrohren. Bei Pharmaanwendungen kommt erschwerend hinzu, dass die eingesetzten Werkstoffe den Sicherheits- und Hygieneansprüchen der Branche entsprechen müssen.

Neben der TRGS 727 ist der Transportschlauch auch konform mit den Richtlinien der FDA und weiteren branchenrelevanten Normen.

Ex-geschützt und hygienisch

Mit dieser Zielsetzung hat das italienische Unternehmen MTG den Schlauch Pharmadust AS entwickelt. Dieser ist speziell für den pneumatischen Transport von pharmazeutischen Pulvern ausgelegt und auch für Atex-Umgebungen geeignet. Mit einem elektrischen Widerstands R < 109 Ω leitet der Schlauch elektrostatische Aufladungen ab und stellt sicher, dass keine Zündfunken beim Pulvertransport auftreten können. Dies ermöglicht den pneumatischen Transport von zündgefährlichen Pulvern in den Atex-Zonen 20, 21 und 22. Weiterhin ist auch das Fördern von entflammbaren Flüssigkeiten in Atex-Zonen 0, 1 und 2 möglich.

Neben der TRGS 727 ist der Transportschlauch für Pharma- und Lebensmittel-Anwendungen auch konform mit den Richtlinien der FDA und weiteren branchenrelevanten Normen. Er besteht aus dem nach DIN 53516 abrasionsfesten Technopolymer 3G26AU mit besonders glatter Oberfläche. Letztere erleichtert zum einen den Transport und senkt den Verschleiß. Außerdem lassen sich die Schlauchleitungen dadurch leicht reinigen. Die Reinigung ist durch einfaches Spülen mit Wasser und milden Detergenzien möglich. Da das Material transparent ist, lässt sich der Schlauch leicht auf Verunreinigungen oder Schäden inspizieren.

Der Werkstoff ist außerdem geschmacks- und geruchlos sowie frei von Phtalataten und anderen Weichmachern. Für erhöhte Druckbeständigkeit ist der Schlauch mit Textilgewebe und einer Stahlspirale verstärkt. Dabei ist er dennoch sehr flexibel, leicht und einfach zu handhaben. Kupplungen aus Edelstahl ermöglichen den sicheren und hygienischen Anschluss an vor- und nachgelagerte Elemente der Transportkette.

Heftausgabe: März 2019
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