Auftragsherstellung

AGC übernimmt Wirkstoff-Produktionsanlage von Boehringer Ingelheim in Spanien

10.12.2018 Der japanische Chemikalienhersteller AGC hat mit Boehringer Ingelheim die Übernahme von Malgrat Pharma Chemicals (MPC) vereinbart. MPC ist eine Tochtergesellschaft von Boehringer Ingelheim, die synthetische pharmazeutische Wirkstoffe für den Konzern herstellt.

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AGC baut seine Präsenz im europäischen CDMO-Sektor durch die Übernahme einer Produktionsanlage von Boehringer Ingelheim aus. (Bild: AGC)

AGC baut seine Präsenz im europäischen CDMO-Sektor durch die Übernahme einer Produktionsanlage von Boehringer Ingelheim aus. (Bild: AGC)

Mit der Übernahme von MPC verfügt AGC über seinen ersten von der FDA registrierten Standort in Europa im Bereich Auftragsherstellung und -Entwicklung (CDMO) für synthetische Arzneimittel. Auf diese Weise will der Konzern auf dem europäischen Markt Fuß fassen und sein Pharma-CDMO-Geschäft weiter ausbauen. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden und der Erfüllung der Abschlussbedingungen aus der Aktienkaufsvereinbarung.

Weitere Investitionen in Biowissenschaften geplant

MPC verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Herstellung von cGMP-konformen kommerzialisierten, synthetischen Arzneimitteln sowie von Substanzen, die sich in verschiedenen Stadien der klinischen Entwicklung befinden. Durch den Einsatz von Fluorierungstechnologien von AGC, die umfangreichen Erfahrungen in der unternehmenseigenen Wirkstoff-Forschung und das in Japan aufgebaute CDMO-Geschäft verfügt AGC mit der Aufnahme von MPC über eine größere Zahl von Ressourcen für seine CDMO-Dienstleistungen. Das Unternehmen kann auf diese Weise die Anforderungen seiner europäischen Kunden besser erfüllen und seine Präsenz auf dem europäischen Markt ausbauen.

AGC firmierte bis 1. Juli 2018 unter dem Namen Asahi Glass Co. Die „AGC plus“-Managementstrategie der Unternehmensgruppe identifiziert Biowissenschaften als einen ihrer strategischen Geschäftsbereiche. Der Konzern will weiterhin aktiv in diesen Bereich investieren, um Kunden sowohl im Bereich der synthetischen Arzneimittel als auch im biopharmazeutischen Bereich weltweit einheitliche und qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten. Maximierte Synergien sollen auch die technischen Kapazitäten des Konzerns an jedem Standort verbessern. Von dieser Entwicklung sollen Pharmaunternehmen, Patienten und alle Gesellschaftsschichten profitieren. (ak)

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