Laser bietet hohe Kennzeichnungsqualität und Flexibilität

alle Anforderungen abgedeckt

13.09.2006 Die Kennzeichnung von Produkten im industriellen Umfeld ist für die eindeutige Zuordnung und interne Rückverfolgbarkeit in der automatisierten Fertigung und Logistik unerlässlich. Nicht zuletzt durch die EU-Verordnung 178/2002 sind Hersteller seit 2005 zur Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte im Hinblick auf eine eventuelle Rücknahme verpflichtet. Dabei steigen die Anforderungen an die Kennzeichnungsqualität, die Kennzeichnungsflexibilität und die Kennzeichnungsgeschwindigkeiten gerade in der Lebensmittel-, Pharma und Kosmetikindustrie stetig an.

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Früher übliche einfache Kennzeichnungsverfahren entsprechen den heutigen Anforderungen meist nicht mehr. Präge- und Stempelsysteme, aber auch einfache Inkjet-Lösungen werden zunehmend durch effektive und auch wirtschaftlich interessante Laserkennzeichnungssysteme abgelöst.

Da Laserkennzeichnungssysteme mittlerweile preiswerter geworden sind, steigen ihre Einsatzmöglichkeiten auch in kostensensiblen Branchen. Der Laser bietet immer ein sehr sauberes und gutes Schriftbild. Die Kennzeichnung wird in der Regel durch Materialabtrag oder Farbumschlag beispielsweise bei vielen Kunststoffen erreicht. Die durch den Materialabtrag entstehenden Emissionen, Dämpfe und Partikel müssen durch geeignete Anlagen abgesaugt, gefiltert und bzw. oder nach draußen geführt werden.

Gute Druckqualität praktisch aufjedem Material

Lasersysteme sind eine gute Wahl für die Kennzeichnung auf Oberflächen aus Glas, Karton, Papier, PET, PVC bis hin zu Folie oder metallisiertem Papier und lackierten Dosen und Deckeln aus Weißblech oder Aluminium. Dabei lassen sich eine gleichbleibend hohe Druckqualität und hohe Produktionsgeschwindigkeiten realisieren. Sie bringen eine dauerhafte, saubere und auch unter Design-Gesichtspunkten ansprechende Kennzeichnung auf. Betrachtet man die Materialvielfalt in der Lebensmittel-, Pharma und Kosmetikindustrie, kann mit dem Laser ein sehr großer Teil davon abgedeckt werden. Die Vorteile der Kennzeichnung mit Vektorlasern, wie hohe Schreibgeschwindigkeiten, flexible Kennzeichnungsinhalte, Grafikfähigkeit, dauerhafte Kennzeichnung, gute Kennzeichnungsqualität, kaum Bedarf an Betriebsmitteln und sehr geringer Wartungsaufwand, rechtfertigen dabei immer öfter die etwas höheren Investitionskosten gegenüber anderen Technologien.

Modulares Konzept bietet guteIntegrationsmöglichkeiten

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lasersysteme sind heute Applikationen möglich, die vor einigen Jahren noch zu teuer waren. Die Geräte der dritten Generation bieten erhebliche Vorteile gegenüber älteren Modellen. So können heute zum Beispiel mit einem 30-W-Laser Kennzeichnungen aufgebracht werden, für die man bisher unter Umständen ein 50-W-Gerät der vorhergehenden Generation einsetzen musste. Durch die nun mögliche geringere Leistung entfällt beispielsweise auch die Notwendigkeit einer externen Kühlung, so dass die Lasersysteme kompakter werden und leichter in eine Produktionsanlage integriert werden können.

Von der CO2-Vektor-Laser-Serie 7000 wurde jetzt die dritte Generation auf den Markt gebracht. Diese Geräte bieten durch ein neuartiges modulares Konzept mit den drei separaten Komponenten Edelstahl-Bedienpult, hochflexibles Verbindungskabel und Laserkopf optimale Integrationsmöglichkeiten in jede Fertigungslinie. Der kompakte Laserkopf mit einem Laserstrahlausgang bei 90° oder 0° gewährleistet eine konstante Druckqualität bis 35°C Umgebungstemperatur. Die hochentwickelte Galvospiegel-Technologie, die CO2-Laserstrahltechnik und die große Vielfalt an Linsen bietet flexible Einsatzmöglichkeiten. Durch die unterschiedlichen Linsen kann der Abstand zum zu kennzeichnenden Produkt und die Größe des Kennzeichnungsfeldes festgelegt werden.
Die momentan im Standardprogramm lieferbaren Linsen ermöglichen Kennzeichnungsfelder von 70x70mm bis 155x155mm und Produktabstände von 10 bis 22,5cm. Die Kennzeichnungskapazität des Lasersystems liegt bei über 1000 Zeichen/s. Es können stillstehende oder bewegte Produkte mit Zeichenhöhen von 1 bis 100mm, Logos, Grafiken, Barcodes und 2D-Codes gekennzeichnet werden. Für die Kennzeichnung besonders dünner Materialien stehen spezielle Fonts zur Verfügung. Eine externe Laserkühlung ist nicht erforderlich, so dass auch die Betriebskosten reduziert werden. Mit der Schutzart bis IP54 ist das Lasersystem auch für raue Industrieum-gebungen geeignet.

Spielend leicht zu bedienen

Durch die „iTouch“-Bedienoberfläche mit intuitiven Symbolen ist die Auswahl der Parameter und das Erstellen und Ändern der Texte spielend leicht und erfordert nur wenige Tastengriffe. Der 10 MB große Textspeicher bietet Platz für rund 4000 verschiedene Texte. Über eine Direktzugriffstaste können variable Texte schnell geändert werden. Der große 12“-Farb-Touch-Screen mit WYSIWYG-Anzeige, Zoomfunktion und virtueller Tastatur macht die mehrsprachige Menüführung und das Steuern des Systems sehr bedienerfreundlich.

Über Benutzerkontrolle und Passwort ist der Zugriff auf das System auf verschiedenen Levels gesichert. Die Aktualisierung der Software erfolgt über Compact-Flash-Karten, Download und Backup des Systems mit USB-Stick. Über eine RS-232/422 und Ethernetschnittstelle sowie 26 konfigurierbare Ein-bzw. Ausgänge ist die Anbindung an die Unternehmens- und Produktions-IT möglich. Die Laserdrucker der neuen Serie gibt es in zwei Ausführungen: Modell 7011 mit einer Leistung von 10 W und Modell 7031 mit einer Leistung von 30W. Die notwendige Laserleistung ist immer abhängig vom Material, der Kennzeichnungsgeschwindigkeit und der Kennzeichnungsmenge. Mit dieser neuen Laser-Serie und dem bewährten LJ Vector, dem Hochleistungslaser mit einer Nennleistung von 100W und einer Spitzenleistung von 200W, sind nun alle möglichen Kennzeichnungsanforderungen in den genannten Branchen abgedeckt.

Die Kennzeichnung von Produkten ist für die eindeutige Zuordnung und interne Rückverfolgbarkeit unerlässlich

Heftausgabe: September 2006
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Über den Autor

Marc Kremser , Vertriebsbeauftragter, Imaje
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