Eigener Bundesverband gegründet

Anbieter von medizinischem Cannabis organisieren sich

18.09.2020 Neun Anbieter von medizinischem Cannabis haben sich zusammengeschlossen: Der neu gegründete Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen (BPC) will sich „für bessere Bedingungen rund um die Patientenversorgung“ einsetzen.

Der Verband will seinen Mitgliedern als Forum für Information, Austausch und Meinungsbildung im Bereich Medizinalcannabis zur Seite stehen. Zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes gehören Cannaflos, Cannamedical Pharma, Demecan, Geca Pharma, HM Herba Medica, Nimbus Health, Paesel + Lorei, Sanity Group und THC-inol/CBD-inol Canpharma. Als zentrales Ziel geben die neun Gründungsunternehmen eine sichere Patientenversorgung mit hochwertigen, cannabinoidhaltigen Arzneimitteln an. Um dies zu erreichen, arbeitet der Bundesverband eng mit Schlüsselakteuren aus Politik, Selbstverwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.

Neue Wirkstoffkombinationen und Darreichungsformen erforschen

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Cannabisprodukte sind ein zunehmender Trend in der Pharmabranche.
(Bild: rgbspace – Fotolia)

Ein besonderer Fokus des BPC liegt dabei auf dem Bereich Forschung und Entwicklung. „Die Aufmerksamkeit unserer Arbeit richtet sich vor allem auf Projekte, die sich mit neuen Therapiemöglichkeiten, der Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen sowie der Suche nach weiteren galenischen Formen und Wirkstoffkombinationen von medizinischem Cannabis befassen.“

Bei der Patientenversorgung mit Medizinalcannabis besteht für den Bundesverband weiterhin Optimierungsbedarf. Daher zählen ein einheitlicher Rechtsrahmen und eine vereinfachte Verordnungsfähigkeit von Cannabinoiden zu den ersten politischen Forderungen. Außerdem setzt sich der Verband für innovative Darreichungsformen und medizinische Evidenz ein. (jg)

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