Damit die Anlage im Takt bleibt

Anlagenvernetzung in der Pharmaproduktion

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13.02.2020 Die Digitalisierung ist für Pharmaunternehmen eine große Chance – aber zugleich auch eine Herausforderung. Die Lösung ist eine übergreifende Anlagenvernetzung über alle Unternehmensbereiche hinweg, von der kompletten Prozessanlagen-Automatisierung bis hin zu Gebäude- über Versorgungsanlagen.

Entscheider-Facts

  • Die automatisierten Prozessketten in der Pharmaproduktion müssen sich hohen Anforderungen an Prozesssicherheit und Fertigungsqualität stellen.
  • Um diese zu erfüllen, braucht es die Anlagenvernetzung, das heißt eine systemübergreifende Kommunikation, die für ein effizientes Zusammenwirken aller Einzelkomponenten sorgt.
  • Experten können Anwender hier unterstützen – von der vollständigen Planung, über die Prozesse bis zur Qualifizierung der Fertigungsanlagen.

 

Chemieindustrie und Pharmazeutische Industrie

Produktionsanlagen der Chemie- und Pharmaindustrie

Auch und gerade in der pharmazeutischen Industrie gilt: Konventionelle Fertigungsprozesse, in denen manuelle Eingriffe notwendig sind, sind auf Dauer nicht mehr konkurrenzfähig. Im Vergleich mit einer Produktion, die die Möglichkeiten der Digitalisierung ausschöpft, ist das Risiko von Manipulationen oder Fehlbedienungen zu hoch und die Nachvollziehbarkeit zu gering.

Beitrag zur Good Manufacturing Practice

Um den Weg zur Digitalisierung schnell zu beschreiten und sich einen Wettbewerbsvorsprung zu sichern, bieten aktuelle Prozessanlagen bereits verschiedene Systeme wie Audit Trail oder Rezept-Steuerung sowie diverse Schnittstellen – wie Ethernet oder Profibus. Intelligent vernetzt, lassen sich Daten zwischen Anlagen ohne einen manuellen Eingriff automatisch austauschen und bearbeiten. Damit leistet die Digitalisierung einen wertvollen Beitrag zu Good Manufacturing Practice (GMP), beispielsweise in Form einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit der Arzneimittel (track and trace) oder papierloser Produktion.

Denn gerade die automatisierten Prozessketten in der Pharmaproduktion müssen sich hohen Anforderungen an Prozesssicherheit und Fertigungsqualität stellen. Die Hersteller tragen Verantwortung für die Gesundheit unzähliger Menschen und unterliegen zurecht strengen arzneimittelrechtlichen Richtlinien, die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Medikamente gewährleisten. Neben der konstant hohen Produktqualität ist zudem der unterbrechungsfreie, wirtschaftliche Betrieb der Anlagen ein weiterer Anspruch, dem sich jeder Pharmaproduzent heute stellen muss, um seine Zukunftsfähigkeit zu sichern. Aktuelle Trends wie die personalisierte Medizin und die papierlose Datenarchivierung stellen weitere Herausforderungen an die Branche.

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Altus Pretorius ist Projektingenieur  Automatisierung  bei Carpus+Partner

Über den Autor

Altus Pretorius ist Projektingenieur Automatisierung bei Carpus+Partner
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