Entkalken im Saftbetrieb

Aufbereitung von Prozess- und Reinigungswasser in der Fruchtsaftproduktion

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

06.05.2016 Getränkeherstellung rund um die Uhr – das setzt voraus, dass auch permanent aufbereitetes Wasser für die laufenden Reinigungsprozesse und Spülvorgänge in Maschinen, Abfüllanlagen und Tanks zur Verfügung steht. Dementsprechend nimmt die Wasseraufbereitung innerhalb der Produktion beim Getränkehersteller Rauch Fruchtsäfte einen hohen Stellenwert ein.

Anzeige

Entscheider-Facts Für Planer und Betreiber

  • Einen Getränkehersteller mit einer ausreichenden Menge an aufbereitetem Prozess- und Reinigungswasser zu versorgen, erfordert unter Umständen maßgeschneiderte Lösungen.
  • Eine vollautomatische Umkehrosmose-Anlage kann das benötigte Wasser in eingestellter Qualität bereitstellen. Das Membran-Trennverfahren trägt als Keimbarriere auch zur Wasserhygiene bei.
  • Im Gegensatz zur Wasseraufbereitung per Ionenaustauscher kommt die Umkehrosmose ohne aufwendige Regeneration aus. Daher entfallen der Einsatz von Salzsäure und die damit verbundenen Risiken und Abwässer.

Sein Rohwasser für den Produktionsstandort Nüziders im österreichischen Vorarlberg bezieht das Unternehmen aus der Alpenregion des Montafons. Bei einer Wasserhärte bis 30 °dH ist ein zuverlässiges Aufbereitungsverfahren nötig, sowohl für Verfügbarkeit als auch Betriebssicherheit: Um den Vier-Schicht-Betrieb an sieben Tagen in der Woche aufrecht zu erhalten, muss die Wasseraufbereitung rund 90 m³/h Wasser mit einer Resthärte von 3 bis 5 °dH zur Verwendung als Prozess- und Reinigungswasser bereitstellen.

Maßgeschneiderte Aufbereitungstechnik
Welches Wasseraufbereitungs-Verfahren sich am besten eignet, hängt von der benötigten Wasserqualität und der Zusammensetzung des verfügbaren Rohwassers ab. Für die Anforderungen in der Getränkeindustrie stehen derzeit die Methoden Umkehrosmose oder Ionenaustausch zur Auswahl. Für die vormalige Ionenaustauscher-Anlage des Saftherstellers waren zuletzt keine Ersatzteile mehr erhältlich. Außerdem ließ sich die Gesamthärte des Wassers mit dem Verfahren nicht gezielt einstellen. Deshalb fiel die Entscheidung, die wartungsintensive Entkarbonisierungs-Anlage durch eine vollautomatisch arbeitende Umkehrosmose-Anlage zu ersetzen.

Das Aufbereitungsverfahren der Umkehrosmose ist ein mechanisches Trennverfahren mittels Membrantechnologie. Von den geforderten Leistungswerten sowie den Platzverhältnissen hängt es ab, ob eine Aufbereitungsanlage aus dem Katalog passt, oder ob eine maßgefertigte Anlage zu konfigurieren ist. Da bei dem Saftproduzenten neben den Platzverhältnissen auch der Zeitrahmen für den Austausch der Wasseraufbereitungsanlage begrenzt war, erforderte die nötige Wasseraufbereitungs-Technik eine kundenspezifische Lösung.

Heftausgabe: Mai 2016
Seite:
Anzeige

Über den Autor

Armin Eisenhofer, Handlungsbevollmächtigter für die Getränke- und Lebensmittelindustrie bei Grünbeck Wasseraufbereitung; Andreas Rögels, Leiter Technologie bei Rauch Fruchtsäfte
Loader-Icon