Die Erfahrungen im Bereich Schonförderung waren für Braumeister und Leiter Technik Olaf Fabert wichtiger Aspekt bei der Auswahl des Pumpen-Anbieters. (Bild: Sawa)

Die Erfahrungen im Bereich Schonförderung waren für Braumeister und Leiter Technik Olaf Fabert wichtiger Aspekt bei der Auswahl des Pumpen-Anbieters.(Bild: Sawa)

  • Der Brauer wollte in einem größeren Projekt seine bisherigen Pumpen gegen aktuelle Modelle austauschen. Dabei spielten Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Und der Aspekt der Schonförderung.
  • Mit dem Pumpenhersteller fand der Brauer einen Partner, mit dem zusammen er die passende Lösung für seinen Betrieb fand. Die eingesetzten Pumpen sind totraumfrei konstruiert, geeignet für eine CIP- und SIP-Reinigung und haben ein EHEDG-Zertifikat.
  • Wartungsarbeiten, soweit erforderlich, lassen sich ohne teures Spezialwerkzeug ausführen.

Zwischen Hefe und Hightech: Die Allgäuer Berge führen schnell über die hektischen Seiten des Lebens hinaus. Es ist eine Landschaft mit Charakter, die das Lebensgefühl der Menschen prägt. Hier, im kleinen Ort Meckatz, steht die Meckatzer Löwenbräu, die eine hochmoderne Entalkoholisierungs-Anlage betreibt mit der ein alkoholfreies Weizen völlig neuen Typs und von hoher Qualität braut. Die Braumeister betrieben in der Produktentwicklung einen Aufwand, der in der Branche einmalig sein dürfte: Es entstand eine Cuvée, komponiert aus drei abgestimmten Suden.

Investitionen für die Zukunft

Aufgrund stetiger Forschung und Entwicklung sowie der Weiterentwicklung der heutigen Produktpalette investiert der Brauer in Anlagen und Anlagenkomponenten, die nicht nur dem heutigen Stand der Technik entsprechen, sondern bereits heute für zukünftige Anforderungen ausgelegt sind. Der Geschäftsführer Michael Weiss und der
1. Braumeister Olaf Fabert haben ein Konzept erstellt, mit dem sie noch weitere technische Verbesserungen in ihrem Betrieb realisieren wollen. Neben anderen Investitionen, wie die vor kurzem angeschaffte Ent-alkoholisierungs-Anlage, wurde auch der gesamte Pumpenbereich näher betrachtet. Dies umso mehr, da viele Pumpen mit Elektromotoren im Einsatz sind und mit großer Sicherheit ein Einsparungspotential an elektrischer Energie vorhanden ist. Durch den teilweisen Austausch gegen Pumpen mit Elektromotoren der Effizienzklasse IE 3 sowie dem Betrieb mit einem Frequenzumformer, konnte der Betreiber bereits feststellbare Verbesserungen erzielen.

Prüfung und Auswahl

Thomas Buder kann die Pumpen ohne teures Spezialwerkzeug warten.

Thomas Buder kann die Pumpen ohne teures Spezialwerkzeug warten.

Nach erfolgter Prüfung diverser Hersteller von Edelstahlpumpen entschied sich die Geschäftsleitung der Meckatzer Löwenbräu für den Schweizer Hersteller Sawa Pumpentechnik. Ausschlaggebend bei der Auswahl war die Brauerei-Philosophie einen Partner zu wählen, bei dem stetige Weiterentwicklungen fest im Unternehmen verankert sind. Wichtige Aspekte zu Beginn des Projektes waren die fachtechnisch kompetente Beratung vor Ort unter Beurteilung der bestehenden Situation und möglicher Verbesserungsvorschläge. Diese Prüfungen bezogen sich nicht nur auf einzelne Komponenten, sondern in einer gesamtheitlichen Beurteilung der im Einsatz stehenden Anlagen. Erklärtes Ziel des Betreibers war es, dass Neuanschaffungen in Form von Pumpen sowie auch die Beschaffung von Ersatzpumpen, kurzfristig geschehen können. Die Ersatz- und Verschleißteile sollen ab Lager lieferbar sein, um die Ausfallzeiten auf ein Mindestmaß reduzieren zu können. Absolute Priorität hat die Effizienz, sprich der Gesamtwirkungsgrad des Pumpenaggregates, also Pumpe und Antrieb.

Die Leidenschaft des Olaf Fabert

Das Thema „Schonförderung“ stellt eine ganz wichtige Komponente dar, so die Aussage des 1. Braumeisters und Leiter der Technik Olaf Fabert. Aus seiner Leidenschaft als „Schonförderungs-Freak“, wie er sich nennt, weiß er genau, welche Bedeutung diesem Aspekt auch im Brauereisektor beizumessen ist. Dies trifft sowohl für die Zwischen- als auch für die Endprodukte zu, weil es einfach „schmeckbar“ ist. Diesen und weiteren Anforderungen konnte der Pumpenhersteller mit dem vor vier Jahren komplett neu entwickelten Pumpenaggregat vollumfänglich entsprechen. Die strömungstechnisch optimierte Spiralgehäusekonstruktion in Verbindung mit der Ausgestaltung des Laufrades ermöglicht Höchstwerte an Wirkungsgraden. Zudem bürgt der Hersteller für eine totraumfreie Konstruktion, für einwandfreie CIP- und SIP-Reinigung und hat seine Pumpen gemäß EHEDG zertifizieren lassen. Ein weiterer Punkt war die Lärmemission der Pumpen: Die gemessenen Daten der dBA-Werte aus 1 m Distanz ließen sich auch in diesem Bereich mit Werten im niedrigen Bereich belegen.

Sollte es doch einmal zu einem Ausfall kommen, kann der Hersteller Ersatzteile oder auch ganze Aggregate schnell ab Lager liefern. (Bilder: Sawa)

Sollte es doch einmal zu einem Ausfall kommen, kann der Hersteller Ersatzteile oder auch ganze Aggregate schnell ab Lager liefern. (Bilder: Sawa)

Kriterien und Ansprüche

Fabert betont, dass die Förderung im Heißbereich sehr wichtig ist und hier relativ rasch festzustellen ist, was eine Pumpe ertragen und wie die gemachte Auslegung und Rohrleitungsführung sich auswirken kann. Um eine möglichst schonende Förderung zu erreichen ist es wichtig, dass die Pumpenauslegung gewissenhaft und fachgerecht erfolgt. So soll die Pumpe möglichst nahe des optimalen Betriebspunktes, sprich Fördermenge und Förderhöhe, zum Einsatz kommen. Gerade bei einer Teillastströmung können Rückströmungen beziehungsweise Turbulenzen zu ungewollten Scherkräften führen. Dabei kann es zu einer kolloidalen Schädigung des Fördermediums kommen. Ebenso besteht die Gefahr, dass die Spelzen in der Maische zerschlagen werden, was wiederum zu einem schlechten Läutervorgang führt. Bei schwierigen Bedingungen, beispielsweise bei Heißwürze, ist ein Verhindern von Kavitation ein wichtiger Punkt. Ist aufgrund der zu geringen Zulaufhöhe und zu hoher Verluste (durch Ventile, Filter o.ä.) in der Saugleitung mit Kavitation zu rechnen, kann ein Inducer (Vorsatzläufer) zum Einsatz kommen, um den NPSH-Wert der Pumpe zu senken. So ist es möglich, ein Kavitieren der Pumpe weitgehend zu verhindern. Auch die richtige Wahl der Wellenabdichtung ist ein sehr entscheidender Faktor, was die Zuverlässigkeit der Pumpe angeht. Ebenso bedürfen die Flüssigkeiten Filtrat und Hefe einer schonenden Förderung. Bei der Hefe kommt eine Seitenkanalpumpe aus massivem Edelstahl und mit einem Elektromotor von 1400 U/min zum Einsatz. Die erwähnte Seitenkanalpumpe läuft wie die vorher erwähnte Kreiselpumpe sehr leise. Dazu kommt das Ansaugvermögen von maximal 7 m bei den Seitenkanalpumpen beim Einsatz als CIP-Rücklaufpumpe erst recht zum Tragen.

Entscheidend: der Betriebsunterhalt

Wichtigster Aspekt beim Anschaffen einer Pumpe sind nicht die Investitionskosten oder der Energieverbrauch, sondern die Kosten über den gesamten Lebenszyklus. Hier kann Thomas Buder, Schlossermeister bei Meckatzer, bisher ein positives Resümee ziehen: „Alle neu eingebauten Ersatzpumpen arbeiteten im erforderlichen Betriebspunkt, ein Austausch der Laufräder war bis dato nicht notwendig. Die robuste Ausführung, also Dickwandigkeit des Pumpenkörpers, des Pumpendeckels und des Laufrades sprechen für sich und erfüllen die notwendigen Anforderungen.“ Weiterhin hebt Buder die Möglichkeit hervor, alle Unterhaltsarbeiten mit Standard-Werkzeug durchführen zu können; Wartungsarbeiten, wie Gleitringdichtungswechsel seien innerhalb von wenigen Minuten erledigt.

Brau Beviale 2016 Halle 7 – 223

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