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Sicheres Entleeren: Das Transport- und Entleersystem ist für hygienesensible Bereiche konzipiert.

| von Beate Kerkhoff, freie Journalistin für Bolz Intec
  • Bei üblichen Verfahren zum Entleeren von Fässern bleiben in Toträumen oft Materialreste zurück. Neben Materialverlust führt dies auch zu einem höheren Kontaminationsrisiko.
  • Bei der vorgestellten Lösung sind solche Toträume minimiert, was ein praktisch rückstandsfreies Entleeren ermöglicht.
  • Das System ermöglicht außerdem den sicheren Transport sowie einfache Reinigung von Edelstahlfässern.

Die Behälterkonstruktion wird dann umgedreht, um das Fass zu entleeren. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass am Trichteransatz und an der Bordierung Restmengen zurückbleiben. Zurückzuführen ist dies auf konstruktionsbedingte Toträume.

In der Praxis bedeutet das, dass pulvrige oder viskose Medien bei der Entleerung an diesen Stellen verbleiben. Zum einen bleibt wertvolles, nicht genutztes Material – Produkt oder Rohstoff – zurück. Zum anderen bedeutet dies für das Material wie auch den Behälter eine große Kontaminationsgefahr. Neben dem verlorenen Materialwert erhöht sich dabei der Reinigungsaufwand deutlich, wenn nach den GMP- und FDA-Vorschriften zu arbeiten ist. Produktrückstände im Fass sind somit ein Risiko in Bezug auf die Sicherheit, als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

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Schnittdarstellung: Fass mit Trichter und CIP-Anschlüssen.

Reduzierter Totraum

Speziell für die hygienesensiblen Branchen hat Bolz Intec ein praxisnahes und multifunktionales Transport- und Entleersystem für Fässer entwickelt, bei dem der Totraum zwischen dem Entleerkonus und dem Fass reduziert wurde. Die Kontaminationsgefahr bei der Entleerung sinkt damit auf ein Minimum.

Der speziell entwickelte Trichter mit einer Klappe in verschiedenen Ausführungen wird mit einem Spannring und einer Dichtung einfach und sicher am Fass fixiert. Dadurch kann der Anwender seine gewohnte Technologie zur Entleerung einsetzen. Damit ein ungehinderter Produktfluss stattfinden kann, reicht die produktberührende Wandung des Trichters in das Fass hinein. Die Bordur befindet sich dabei im Gegensatz zur bisherigen Technik nicht am Fass, sondern am Trichter. Die Befestigungsgeometrie am Fass ist ähnlich wie bei einem Deckel. Somit lässt sich das Fass nahezu vollständig entleeren. Für den Transport und zum Schutz des Produktes kommt ein Oberteil mit Bordierung zum Einsatz.

In der Variante mit Klöpperboden und Fussreif können Tri-Clamp-Stutzen eingeschweißt werden. Diese eignen sich beispielsweise dazu, das Fass während des Entleerungsvorganges mit Stickstoff auszublasen, weitere Produktbestandteile hinzuzufügen, entsprechende Messtechnik einzusetzen oder sonstige Komponenten zu integrieren. Eine CIP-Lanze lässt sich ebenfalls problemlos installieren, um entweder durch Spülung mit Prozessflüssigkeit Wirkstoff vollumfänglich zu verwerten oder das Fass bereits in der Entleerposition zu reinigen. Auch der Einsatz eines Rührwerkes ist möglich, welches das Produkt während der Entleerung schonend durchmischt und dadurch eine Brückenbildung verhindert.

 

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Keine Störkanten, minimaler Totraum: barrierefreies Entleeren durch geänderte Bordierung. (Alle Bilder: Bolz Intec)

Sicherheit geht vor

Die Beförderung des Entleersystems kann mittels eines Fasswagens, Fassrollis, Fasslifters oder sonstigem Transportgerät erfolgen. Aus Sicherheitsgründen ist das Transport- und Entleersystem mit einem Fussreif und einer Reling verstärkt. Somit ist der Behälter auch im rauhen Produktionseinsatz geschützt. Bei sachgemäßem Umgang ist eine Beschädigung des Fasses und des Spannverschlusses ausgeschlossen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Fussreif und Reling auch als Handgriff, Schutz und Transporthilfe dienen. Dies erleichtert dem Anwender den Entleerungsprozess. Die Fassbordierung ist komplett verschweißt und sehr stabil. Eine Schmutzabsetzung ist somit nicht möglich.

Zur Steuerung und Kontrolle des Durchflusses dient ein Sole Valve Klappenventil oder ein vergleichbares Ventil. Dies ermöglicht kontinuierliches Zuführen von Granulaten und Pulvern ohne Materialstau sowie eine gleichmäßige Dosierung während der Beschickung von verarbeitenden Maschinen.

 

ZUM PRODUKT

Transport- und Entleersystem BI-TE

Das System ist in verschiedenen Größen mit den Durchmessern 315, 375, 400, 450, 500 und 560 mm erhältlich. Die Oberfläche ist frei wählbar entweder in walzblank, geschliffen oder elektropoliert. Die Rautiefe liegt standardmäßig bei 0,8 und 1,5 µm. Andere Rautiefen sind auf Anforderung ebenfalls erhältlich. Das Transport- und Entleersystem kann in folgenden Werkstoffen geliefert werden: 1.4301, 1.4404, 1.4435, 1.4539 oder auch in Hastelloy C22 2.4602. Weitere Sonderwerkstoffe sind auf Anfrage möglich. Silikon-Rundschnurdichtungen mit FDA-Zulassung, USP Class 6 und BSE/TSE-Zulassung ermöglichen einen luftdichten und sicheren Verschluss. Auf Anfrage stehen auch Dichtungsmaterialien wie EPDM, VITON zur Verfügung.

 

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