Combiclean-Control 1500 Highline Baujahr 2017_MOHN_cmyk

Die neue Hygieneschleuse sorgt für Sicherheit bei der Personalhygiene.

| von David Mohn ist Geschäftsführer bei Mohn
  • Hygieneschleusen, die den Mitarbeiter nur dann passieren lassen, wenn dieser sich desinfiziert hat, sorgen für Sicherheit.
  • Gegenüber konventionellen Hygieneschleusen mit sensorgesteuerten Bürstenantrieb mittels Reflexionslichttaster spart eine neue Federtopftechnik Wasser, Chemie und Energiekosten.
  • Die Schleusen können auch zur Zugangskontrolle ausgerüstet werden.

Im Sinne des Qualitätsmanagements legen Hersteller von Lebensmitteln großen Wert auf möglichst perfekte Hygiene. Während die Reinigung und Desinfektion der Maschinen und Geräte relativ leicht zu bewältigen ist, gilt vielfach die Personalhygiene beim Betreten der Produktionsräume als Schwachpunkt. Jeder Mitarbeiter sollte zwar wissen, wie wichtig die richtige Anwendung von Reinigungs- und Desinfektionseinrichtungen vor dem Betreten der Produktionsstätten ist. Doch überall, wo Routine auftritt, ist auch Nachlässigkeit schnell an der Tagesordnung. Mit den Hygieneschleusen von Mohn wird dieser Faktor weitgehend ausgeschaltet. Dabei geht es nicht allein um das Vorhandensein von Handwaschbecken und Desinfektionseinrichtungen, es besteht beim Durchschreiten der Eingangsschleuse ein Zwang zur Benutzung der Reinigungseinrichtungen. Um zu vermeiden, dass die Hände desinfiziert werden, ohne sich vorher die Hände mit Seife zu reinigen, sperren die integrierten Drehkreuze automatisch den weiteren Durchgang.

Reinigung und Desinfektion im Durchgang

Sowohl die Sohlen von Stiefeln und/ oder Clogs als auch die Handflächen werden im Durchlaufverfahren gereinigt und desinfiziert. Jeder Mitarbeiter, der die Produktionsräume betreten will, wird durch die Anlage geführt, deren Drehkreuze erst freigegeben werden, wenn die Reinigung bzw. Desinfektion der Hände erfolgt ist. Zwei waagerecht liegende rotierende Bürsten, die durch einen Laufrost aus Edelstahl abgedeckt sind, reinigen und desinfizieren die Sohlen in der ersten Phase.

Aktiviert werden sie je nach Hersteller entweder durch konventionelle Reflexionslichttaster beim Betreten der Anlage oder durch eine spezielle Federtopftechnik. Dadurch werden die Bürsten für die Sohlenreinigung beim Betreten der Anlage ebenso gesteuert, wie die optimale Menge an Reinigungsmittel und Wasser. Beim Verlassen des Laufrostes stoppen sofort Reinigungsmittel- und Wasserzufuhr, wie auch die Bürstenrotation. Bei den überwiegend im Markt befindlichen Hygieneschleusen „laufen“ die Bürsten bereits, bevor das Personal den Laufrost zur Sohlenreinigung betritt. Gegenüber konventionellen Hygieneschleusen mit sensorgesteuertem Bürstenantrieb mittels Reflexionslichttaster spart die Federtopftechnik Wasser, Chemie und Energiekosten. Zudem arbeitet dieses System sehr zuverlässig, da die Sohlenreinigung bei Personal mit dunklen statt weißen Hosen ebenso problemlos funktioniert. Bei Hygieneschleusen mit herkömmlicher Sensortechnik (Reflexionslichttaster) wird Personal mit dunkler Bekleidung dagegen nicht erfasst. Die Sohlenreinigung funktioniert hier nur bei weißer Bekleidung.

 

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Gegenüber konventionellen Hygieneschleusen mit sensorgesteuertem Bürstenantrieb mittels Reflexionslichttaster spart die Federtopftechnik Wasser, Chemie und Energiekosten. (Bilder: Mohn)

Überlistungssichere Sensoren

Um sicherzustellen, dass die Schleuse nur mit desinfizierten Händen passiert werden kann, werden die Hände durch zwei Sensoren erkannt und für eine zuvor festgelegte Zeit mit Desinfektionslösung besprüht. Die eingebauten Sensoren gelten als überlistungssicher. Beide Hände müssen gleichzeitig in die Desinfektionsvorrichtung geführt werden. Nach Erkennung der Hände werden diese mit einer vorher festgelegten Menge Desinfektionsmittel benetzt. Erst wenn ein grünes Licht die vorgeschriebene Desinfektion signalisiert, ist auch das Drehkreuz am Ende der Personal-Hygieneschleuse frei geschaltet. Auf diese Weise wird immer gewährleistet, dass nur Personen mit desinfizierten Händen die Produktion betreten. Eine „Ampel“ auf der Hygieneschleuse signalisiert durch die Farben rot oder grün, ob die Reinigung und Desinfektion erfolgt sind, wenn ein Mitarbeiter das Drehkreuz passiert. „Austricksen“ durch sportliche Aktionen fällt damit sofort auf.

Die Hygieneschleusen können außerdem auch mit einer Zeiterfassung oder Zugangskontrolle ausgerüstent werden. Wer per Chip oder Code-Karte einchecken muss, kann dann leicht daraufhin überprüft werden, ob eine Zugangsberechtigung für den jeweiligen Betriebsteil besteht oder ob diese Berechtigung sich nur auf bestimmte Zeiten erstreckt.

Gefragt sind derartige Kombinationen vor allem, wenn es um die Zugangskontrolle in hygienisch hochsensible Räume geht. Manche Hersteller von Hygieneschleusen setzen auf sogenannte Logo-Steuerungen (Siemens etc.) statt den anfälligen Platinen-Steuerungen. Eine Logo-Steuerung ist weniger störanfällig, wartungsärmer, individuell programmierbar und wesentlich kostengünstiger. Zumal auch bei manchen Herstellern von Hygieneschleusen bis zu zwei Platinen-Steuerungen für Handdesinfektion und Sohlenreinigung verbaut sind.

Fazit: Welches Hygienekonzept sich für welche Ansprüche und bei welchen räumlichen Gegebenheiten am besten eignet, sollte jeweils vor Ort ermittelt werden. Individuelle Beratung und Konzeption sind dabei wichtig, um die beste Lösung zum besten Kosten/Nutzen Verhältnis zu bekommen. Das ist speziell bei bereits bestehenden Betrieben sinnvoll, denn hier können die Räumlichkeiten meist nur mit erheblichem Aufwand so umgestaltet werden, dass standardisierte Konzepte passen.

Anuga Foodtec Halle 5.2 – B089-C099

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