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Endlosfolien-Systeme stellen eine Alternative zu festen Andock- und Transfergebinden dar.(Bilder: Lugaia)

| von Thomas Weingartner ist Geschäftsführer von Lugaia Deutschland
  • Beim Pulverhandling und Abfüllen stellen Endlosfolien-Systeme eine Alternative zu festen Andock- und Transfergebinden dar.
  • Ein wichtiges und aufwendiges Element ist das Verschließen mit Crimp-Systemen am Folienende, zu dem spezielles Werkzeug notwendig ist.
  • Mit einer neuentwickelten pneumatischen Crimpzange ist es möglich, den Crimp-Verschluss zügig und bedienerfreundlich für Anwendungen mit hohem Pulverdurchsatz einzusetzen.

Endlosfolien-Systeme kommen bei einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz, um die steigenden Anforderungen an Produktqualität, Kontaminationsschutz und Arbeitssicherheit zu erfüllen: Sie eignen sich als Primärpackmittel – etwa als Inliner von Gebinden in der Wirkstoffherstellung der Pharmaindustrie. In der Material- und Produktzuführung dienen die Systeme als Schleusen an Apparaten wie Isolatoren oder in Reinräumen – oder sie kommen an Entsorgungsstellen als Abfallschleusen für kontaminierte Restgebinde oder Reinigungsmaterialien an Apparaten wie Sackeinschütten, Isolatoren oder auch an Reinraumwänden und Kabinen zum Einsatz.

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Die Pneumatik der neuen Crimpzange übernimmt die Verpressung und das Trennen des Verschlusses.

Endlosfolien ermöglichen geschlossenes Pulverhandling

Das System der vertikal gefalteten Endlosfolien bietet dabei einen Folienvorrat von bis zu 80 m, der durch Abziehen der Folie, in vertikaler oder horizontaler Weise, aufgebraucht wird. Je nach verfügbarem Platz kommen verschiedene Trägervorrichtungen mit Endlosfolien in Frage. Dazu können Folien in unterschiedlichen Falthöhen und Foliendurchmessern zum Einsatz kommen, die passgenau zur Höhe des Trägersystems und dem zu befüllendem Gebinde geliefert werden. Dies ermöglicht auf recht einfache Weise das Nachrüsten von Bestandsanlagen. Der Vorteil ist ein geschlossenes Abfüllen der Anlage bzw. ein geschlossenes Pulverhandling.

Dazu wird das konfektionierte Folienpaket an die Trägervorrichtung aufgezogen und mit einem geeigneten Klemmsystem abgedichtet. Diese Trägervorrichtung sitzt wiederum am Ende einer Abfüllanlage oder Apparatur und ist mit dieser mittels Clamp- oder Flanschverbindung fest verbunden. Ist die Folie aufgebraucht, lässt sich das Trägersystem mit einem neuen Folienpaket an bestücken, ohne das System zu öffnen. Dazu wird mittels dem sogenannten Bag in-/Bag out-Verfahren die Restfolie in die bereits zuvor angedockte neue Endlosfolie hineingezogen und abgecrimpt. Die Anlage ist dadurch wieder einsatzbereit. Dieser Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen, ohne die Anlage oder den Bediener zu kontaminieren. Die Neubestückung ist jederzeit unter geschlossenen Bedingungen möglich. Der Einsatz von Endlosfolien reduziert somit aufwendige Reinigungsprozesse und damit verbundene umfangreiche Arbeitsschritte deutlich und spart somit Kosten und Zeit.

In der Regel werden Folien in Stärken von 50 bis 150 µm verarbeitet, die je nach Anforderung mit Antistatikum, mit ableitfähigen Gitternetzen oder auch als reines Material zum Einsatz kommen. Ein wichtiges und kritisches Element der Endlosfolien-Systeme ist der Verschluss am Folienende. Die Folien lassen sich mit Crimp-Systemen oder Folienschweißapparaten verschließen. Beide Verfahren bieten einen hohen Containment-Level bis <1µg/m³.

Pneumatische Crimpzange für Anwendungen mit hohem Pulverdurchsatz

Für ihr Crimp-System Safeseal hat die Firma Lugaia Containment Solutions ein neues pneumatisches Verschlusswerkzeug entwickelt. Mit diesem ist es möglich, den Crimp-Verschluss zügig und bedienerfreundlich für Anwendungen mit hohem Pulverdurchsatz einzusetzen. Die Pneumatik übernimmt dabei die Verpressung und das Trennen des Verschlusses. Beides erledigt sie in einem Arbeitsgang. Der Einsatz des pneumatischen Werkzeuges sorgt für einen stets gleichbleibenden Verschluss.

Je nach der spezifischen Anforderung – wie den geforderten Grenzwerte, der Umgebung der Anlage etwa in Hinsicht auf Platzverhältnisse und Ex-Bereiche sowie der Anzahl der Abfüllungen – lassen sich passende Elemente und Verschlussmethoden zusammenstellen. Allen gemeinsam ist das einfache Handling und ein sehr hohes Containment im Umgang mit gefährlichen Substanzen.

Powtech, Halle 1 – Stand 320

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