Konfitürengläser

(Bild: Bluhm Systeme)

Die Konfitürenmanufaktur verarbeitet pro Jahr durchschnittlich 150 bis 200 t Obst aus heimischem Anbau. Die Marmeladen werden in Gläser von 30 bis 950 g oder in Gebinde von 2,5 bis 12,5 kg abgefüllt und an Lebensmitteleinzelhändler, Hotels und Großküchen verschickt. „Wir produzieren inzwischen eine große Vielfalt. Da ist es uns bei der Kennzeichnungstechnik sehr wichtig, stets den Überblick zu behalten und die Rüstzeiten möglichst kurz zu halten“, erklärt Produktionsleiter Sebastian Faller.

Produktionsstraße
Die Manufaktur verarbeitet jährlich 150 bis 200 t Obst zu insgesamt 50 verschiedenen Konfitüreprodukten. (Bild: Bluhm Systeme)

Weiße Tinten auf dunklem Glasboden

Für die Bedruckung und Etikettierung der verschiedenen Produkte arbeitet der Konfitürenhersteller mit dem Kennzeichnungsspezialisten Bluhm Systeme zusammen. Denn es stellen sich immer wieder neue Herausforderungen: Zum Beispiel müssen die Böden der Konfitürengläser nicht nur mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet werden, sondern aus Gründen der Rückverfolgbarkeit zudem mit einem QR-Code versehen sein. Eine Schwierigkeit stellt hierbei die glatte Glasoberfläche dar, auf der die Tinte zuverlässig haften muss, sowie die zumeist dunkleren Glasinhalte, vor deren Hintergrund die Kennzeichnung erkennbar und die QR-Codes automatisiert auslesbar sein müssen.

Um dies zu ermöglichen, kommen spezielle Continuous-Inkjetdrucker zum Einsatz, die hochpigmentierte Tinten verarbeiten können. Die Druckköpfe dieser Systeme wurden kopfüber in drei Linien integriert, sodass die vorüberlaufenden Gläser automatisch und gut sichtbar mit einer weißen Tinte gekennzeichnet werden können. Größere Gebinde aus Kunststoff werden mit einer dunklen Tinte codiert. Da sich in jedem einzelnen Drucker 99 verschiedene Drucklayouts abspeichern lassen, erfolgt der Chargenwechsel auf Knopfdruck. Rüstzeiten fallen demnach erst gar nicht an.

Großflächige Kartonbedruckung

Die Produktvielfalt hat auch Auswirkungen auf den Versand: Normalerweise wären für die verschiedenen Gebinde hier auch ganz unterschiedliche Versandkartons erforderlich. Um Lagerplatz und Kosten zu sparen, nutzt Faller jedoch nur ein einziges Kartonformat, das individuell bedruckt wird.

Zum Einsatz kommt hierfür der thermische Inkjet-Drucker vom Typ Markoprint. Kriterien für diese Lösung waren in Druckhöhe und Auflösung. Der Inkjet-Drucker kann bis zu acht Druckköpfe ansteuern, mit denen sich bei einer Auflösung von 600 dpi technisch bedingt eine Gesamtdruckhöhe von 100 mm realisieren lässt. In den Druckköpfen sitzen Tintenkartuschen des Herstellers HP. Sie werden leicht versetzt angeordnet und drucken „gemeinschaftlich“ das aus Klarschrift und Barcodes bestehende Layout gestochen scharf auf den Karton.

Boden einer Glasflasche mit Aufdruck
Die Böden der Konfitürengläser werden mit einer weißen Tinte gekennzeichnet. (Bild: Bluhm Systeme)

Zum Anwender: Konfitürenmanufaktur Faller

Vor über 100 Jahren brachten die Bauern aus dem Südschwarzwald ihr Obst zu Therese und Alfred Faller. Die beiden rührten es von Hand im offenen Kupferkessel und kochten es schonend zu Marmelade ein. Die Regionalität, das Familienunternehmertum und das Einkochverfahren hat sich die Konfitürenmanufaktur Faller bis heute bewahrt.

Inzwischen stellt das mittelständische Unternehmen bis zu 50 verschiedene Premium-Konfitüren her. Das Unternehmen setzt ganz bewusst auf regionale Wertschöpfung, Ressourcen schonende Produktion und hochwertige Zutaten.

Palettenetikettierung und Kennzeichnungssoftware

Zur Etikettierung der Paletten schließlich kommt der Etikettendruckspender Legi-Air 4050 E zum Einsatz. Er ist aufgrund seiner stabilen Bauweise für den Dauerbetrieb geeignet und kann Druckmodule aller führenden Hersteller integrieren. Datenübertragung und Systemsteuerung erfolgen dabei schnell und einfach über Ethernet. In der Konfitürenmanufaktur wurde ein Zebra-Druckmodul integriert, das die Palettenetiketten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 mm/min mit einem Barcode bedruckt. Die Etiketten werden auf den Palettenfuß appliziert, so dass sich der Barcode nach der Palettierung mit dem Paletteninhalt verknüpfenlässt.

Alle Kennzeichnungssysteme werden zentral über die Software Bluhmware angesteuert und überwacht. Da diese alle Daten an die Qualitätsmanagementsoftware übermittelt, ist für Qualität und Rückverfolgbarkeit gesorgt. So wird sichergestellt, dass die Konsumenten in Hotels, Bäckereien oder am heimischen Frühstückstisch die Konfitüren unbeschwert genießen können.

 

Anuga Foodtec, Halle 8.1 – Stand B071

Schachteln aufgestapelt
Zum Versand kommt für alle Produkte das gleiche Kartonformat zum Einsatz, das individuell bedruckt wird. (Bild: Bluhm Systeme )

Entscheider-Facts

  • Die Konfitüren des Herstellers Faller werden in Gläser von 30 bis 950 g oder in Gebinde von 2,5 bis 12,5 kg abgefüllt und ausgeliefert.
  • Bei der Kennzeichnung der Produkte stellen sich deshalb ganz verschiedene Herausforderungen.
  • Dazu gehört unter anderem der Druck eines QR-Codes und Mindesthaltbarkeitsdatums direkt auf das Konfitürenglas.

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Bluhm Systeme GmbH

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