Hygiene und Anlagensicherheit im Einklang

Auswahlkriterien für den richtigen Explosionsschutz-Partner

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Ein weiterer wichtiger Faktor sind Schutzsysteme oder Komponenten aus lebensmittelkonformen Werkstoffen, die praktisch totraumfrei sind. Denn sobald Komponenten über größere Toträume verfügen, lassen sie sich nur unzureichend reinigen. Dadurch kann es dort zu Materialablagerungen kommen, in denen sich Mikroorganismen ansiedeln und Faulprozesse eingeleitet werden können. Für die jeweilige Explosionsschutzlösung sind dies klare Ausschlusskriterien.

Ebenfalls zu beachten ist die Cleaning-in-place-Reinigung (CIP): Anlagen sollten idealerweise so konstruiert sein, dass Komponenten zur Reinigung nicht entnommen werden müssen. Vorteile sind unter anderem verkürzte Reinigungs- und somit verlängerte Produktionszeiten, während eine hohe Lebensmittelsicherheit sichergestellt ist. Hersteller schaffen durch Konformität ihrer Lösungen mit den Richtlinien und Normen in der Lebensmittelindustrie wertvolle Planungs- und Betriebssicherheit für den Betreiber. Das übergeordnete Ziel aller Beteiligten besteht darin, dass jede Lösung eine Schutz- und Hygienefunktion möglichst lückenlos erfüllt.

Beratung von A bis Z

Viele Anbieter von Technologien für den präventiven und konstruktiven Explosionsschutz sind jedoch auf einzelne Schutzkomponenten, beispielsweise auf aktive oder passive Systeme, spezialisiert. Der Grund: Viele Normen und gesetzliche Regelungen fördern die Nischenbildung und führen dazu, dass der Gesamtprozess in den Hintergrund tritt. Allerdings ist in der Lebensmittelindustrie häufig ein Mix aus präventiven, aktiven und passiven Schutzsystemen gefragt.

Zulässige Lösungen können sowohl passive Explosionsschutzsysteme wie Berstscheiben oder Explosionsschutzventile als auch aktive Systeme mit Detektoren und Löschmittelbehältern sein. Ein Komplettanbieter von Explosionsschutzlösungen kann Anlagenbetreiber in der Lebensmittelindustrie in allen Aspekten beraten – von präventiven Maßnahmen über passive und aktive Schutzsysteme. So gelingt es, ein lückenloses Konzept zu erstellen, dessen einzelne Komponenten punktgenau und in Bruchteilen einer Sekunde ineinandergreifen. Hinzu kommen regelmäßige und umfassende Services, die zum nachhaltig störungsfreien Betrieb und zu einer Technologie gemäß dem State of the Art beitragen.

Diese Herangehensweise bildet die Grundlage für technisch und wirtschaftlich optimierte und maßgeschneiderte Gesamtsysteme, die Menschen und Vermögenswerte in der Lebensmittelindustrie umfassend schützen. Zudem zeichnet sich ein Komplettanbieter durch eine klare Verantwortungszuweisung und die vollständige Garantieübernahme des gelieferten Gesamtsystems aus, während diese Fragen bei einer Vielzahl von Anbietern kaum eindeutig zu klären sind.

Powtech Halle 1 – 319

Heftausgabe: März 2019
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Über den Autor

Matthias Welsch, Key Account Manager Europe, IEP Technologies
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