Automatisch präzise

Automatisierte Partikelmessung im Heißlufttunnel

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19.03.2019 Bei der Qualitätssicherung in der Arzneimittelproduktion ist Handarbeit häufig der Status Quo. Mit einer automatisierten Lösung lassen sich nun auch die bislang aufwändigen Partikelmessungen per Hand ersetzen. Das spart Zeit und Kosten.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die manuelle Partikelmessung, beispielsweise in einem Heißlufttunnel bei der Sterilisierung, ist fehleranfällig und zeitraubend.
  • Ein automatisiertes Sytem nutzt ein Messgerät, das mit zwei Trichtern zur Partikelmessung ausgestattet ist und mithilfe des Tunnel-Transportbands nach genauen Vorgaben durch den Sterilisiertunnel geführt wird.
  • Mit dem System können vorhandene Sterilisiertunnel so nachgerüstt werden, dass eigene Qualifizierungsteams damit arbeiten können.
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Der Linear Twinscan wird direkt in den Heißlufttsterilisiertunnel eingesetzt und über das Bedienpannel des Tunnels gesteuert. (Bild: Bausch & Ströbel)

Bisher erfolgte die Partikelmessung im Heißlufttunnel rein manuell. Das band nicht nur Arbeitskräfte, sondern machte den Prozess auch relativ fehleranfällig für eine hochautomatisierte Branche wie die Pharmaindustrie. Nun gibt es auch für diesen Vorgang eine automatisierte Lösung. Gewissenhaft führt der Mitarbeiter das mit einem Trichter ausgestattete Messgerät unter dem Filter des Sterilisiertunnels vorbei; jeder Teil des Filters muss erfasst werden. Die Messergebnisse gibt ein kleiner externer Drucker auf Thermopapier aus. Die an Kassenbons erinnernden Aus-drucke muss der Mitarbeiter anschließend auf das Prüfprotokoll kleben. Dieses Vorgehen beim Filterintegritätstest, der sicherstellen soll, dass die eingesetzten Filter eines Heißluftsterilisiertunnels kein Leck aufweisen, der Filtersitz dicht ist und keine ungefilterte Zuluft eingetragen wird, mutet umständlich an im Hinblick auf den hohen Automatisierungsgrad, der auch in der Pharmaindustrie längst Einzug gehalten hat.

„Doch das ist derzeit tatsächlich Stand der Technik“, erklärt Thomas Seiffer, Leiter der Forschungsabteilung bei Abfüll- und Verpackungsmaschinenhersteller Bausch + Ströbel. Er und sein Team wollten sich damit nicht zufriedengeben – zumal im nächsten Prozessschritt, in den Abfüllanlagen von Bausch + Ströbel, bereits stationäre Partikelmessgeräte integriert sind. Deshalb waren die Entwickler schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Messverfahren, das deutlich einfacher in der Anwendung ist und das in der industriellen Praxis vor allem sicherere und reproduzierbare Ergebnisse liefert.

Heftausgabe: März 2019
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Über den Autor

Tanja Bullinger, Leitung Werbung und Offentlichkeitsarbeit, Bausch + Ströbel
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