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BASF PharmaChemikalien nimmt Strukturanpassung vor

01.09.2006

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Um der verschärften Konkurrenz bei einer Vielzahl von Pharma-Wirkstoffen zu begegnen, will BASF PharmaChemikalien den Produktionsstandort Minden sanieren und verkleinern. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wieder herzustellen. Das Sanierungsprogramm umfasst Maßnahmen zur Kostensenkung, Effizienzsteigerung und Flexibilisierung sowie den Abbau von rund 200 Vollzeitstellen. Dieser soll im Wesentlichen durch betriebsbedingte Kündigungen geschehen und bis Mitte 2007 abgeschlossen sein. In diesem Zusammenhang werden auch Möglichkeiten geprüft, Servicefunktionen auszugliedern.


Das Unternehmen reagiere damit auf den deutlich verschärften Wettbewerb bei Pharma-Wirkstoffen. Der erhöhte Kostendruck durch Anbieter aus Asien habe inzwischen zu einer nicht mehr tragbaren Ergebnissituation geführt. Erschwerend sei ein deutlicher Nachfragerückgang nach wesentlichen, am Standort produzierten Wirkstoffen. Restriktionen bei der Vermarktung von Pseudoephedrin im weltweit größten Markt USA sowie die stark schwankende Nachfrage nach Coffein für den Getränkesektor machten den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen in Minden und eine Beschäftigung der Belegschaft im derzeitigen Umfang unmöglich. Die BASF werde sich im Arbeitsgebiet Pharma Solutions künftig verstärkt auf die Wachstumsfelder Pharma-Hilfsstoffe und Custom Synthesis konzentrieren.

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