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BASF plant neuen Verbundstandort in China

18.08.2018 Klotzen, nicht kleckern! Wenn es um den Zukunftsmarkt China geht, dann ist Zurückhaltung fehl am Platz. Das denkt sich offenbar auch der Chemiekonzern BASF und will in der südchinesischen Provinz Guangdong einen Verbundstandort bauen. Das mit 10 Mrd. Euro bislang teuerste Projekt des Chemieriesen könnte der technologisch modernste Standort werden.

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Flags at a BASF plant in China / Flaggen an einem BASF-Standort in China

Im Gegensatz zu den bisherigen chinesischen Standorten des Unternehmens soll der neue Komplex nahe der Stadt Zhanjiang auf der Halbinsel Donghai nicht als deutsch-chinesisches Joint Venture realisiert werden, sondern voll im Besitz der BASF sein. Bild: BASF

Auf lange Sicht liegt für die Chemie das Heil in China. Schon heute kommen über 40 % der globalen Chemieproduktion aus dem Reich der Mitte, bis 2025 wird es bereits knapp die Hälfte sein – und das bei einem jährlich um 4,4 % wachsenden Volumen. Kein Wunder, dass der deutsche Primus BASF hier mitspielen will.

Mit einem Paukenschlag hat der frischgebackene Vorstandschef Dr. Martin Brudermüller Anfang Juli schriftlich die Absicht erklärt, in Südchina einen weiteren Verbundstandort zu bauen. An den Plänen dazu scheint der Chemieriese schon länger gefeilt zu haben: Bereits im April war durchgesickert, dass der Konzern in der Nähe einer Großraffinerie auf der Halbinsel Donghai einen Standort sucht.

Im Gegensatz zu den bisherigen chinesischen Standorten des Unternehmens soll der neue Komplex in der Umgebung der Stadt Zhanjiang nicht als deutsch-chinesisches Joint Venture realisiert werden, sondern voll im Besitz der BASF bleiben. Damit nutzt der Chemiekonzern ein vor Kurzem von der chinesischen Regierung verabschiedetes Gesetz, das Investitionen ausländischer Unternehmen erleichtern soll. Den Standort Nanjing, in den das Unternehmen 4,4 Mrd. Euro investiert hat, betreibt die BASF seit 2005 gemeinsam mit dem chinesischen Chemiekonzern Sinopec.

Ethylene Unit at BASF-YPC Company Limited / Ethylen-Anlage in der BASF-YPC Company Limited

Ausgangspunkt für den neuen Verbund­standort ist ein Steamcracker – einen solchen betreibt der Konzern auch in Nanjing, dort allerdings gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Sinopec.

Steamcracker und Anlagen mit „führenden Technologien“ geplant

Die Investition beinhaltet den Bau petrochemischer Anlagen, darunter ein Steamcracker mit einer Ethylen-Kapazität von 1 Mio. Tonnen pro Jahr. In mehreren Stufen sollen Anlagen für verbrauchernähere Produkte und Lösungen in Bereichen wie Transport oder Konsumgüter entstehen. Schließlich soll der Standort nach Ludwigshafen/Deutschland und Antwerpen/Belgien der drittgrößte BASF-Standort weltweit werden.

Heftausgabe: August 2018
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Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK

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Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK
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