Tollwut- und FSME-Impfstoffe

Bavarian Nordic übernimmt Rabipur und Encepur von GSK

21.10.2019 Bavarian Nordic übernimmt vom britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline (GSK) die Impfstoffe Rabipur/Rabavert und Encepur. Für die Produktions- und Vermarktungsrechte zahlt der deutsch-dänische Impfstoff-Hersteller bis zu 800 Mio. Euro.

Bavarian Nordic übernimmt die Produktion und Vermarktung von Rabipur-Impfstoffen. (Bild: GSK)

Bavarian Nordic übernimmt die Produktion und Vermarktung von Rabipur-Impfstoffen. (Bild: GSK)

Der Kaufpreis beinhaltet eine Vorauszahlung von rund 300 Mio Euro bei Abschluss der Transaktion, die bis Ende 2019 erwartet wird, sowie Meilenstein-Zahlungen bis 495 Mio. Euro in einer Übergangszeit bis 2025. Rabipur/Rabavert ist ein Impfstoff gegen Tollwut, während Encepur vor dem durch Zecken übertragenen Enzephalitis-Virus (FSME) schützt. Die beiden Arzneimittel hatten zuletzt einen kombinierten Jahresumsatz von rund 175 Mio. Euro.

Marge von über 50 Prozent erwartet

Bavarian Nordic erhofft sich von dem Zukauf, eine Reihe von Synergien mit bestehenden Produkten schaffen zu können. Wie andere Impfstoffe des Herstellers basiert auch die Produktion des Tollwut- und des FSME-Mittels auf Hühnereiern. Das Unternehmen erwartet, die operative Gewinnmarge (Ebitda) der beiden neuen Produkte von derzeit 30 bis 40 % auf über 50 % steigern zu können. Der Umsatz beider Mittel soll zudem jährlich im einstelligen Prozentbereich steigen. (jg)

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