Zahlung beendet 25.000 Klagen

Bayer schließt Vergleich im Rechtsstreit um Xarelto

27.03.2019 Die Pharmakonzerne Bayer und Janssen haben sich im Streit um den Blutgerinnungs-Hemmer Xarelto mit den Klägern auf einen Vergleich geeinigt: Sie zahlen gemeinsam einen Betrag von 775 Mio. US-Dollar.

Glyphosat ist nicht die einzige Baustelle: Der Bayer-Konzern hat bereits seit über fünf Jahren mit Klagen wegen des Medikaments Xarelto zu tun. Alle sechs bisher verhandelten sind zu Gunsten von Bayer oder Janssen ausgegangen. Die beiden Pharmakonzerne hatten das Medikament gemeinsam entwickelt. Der Vergleich soll nahezu alle der rund 25.000 anhängigen Klagen in den USA erfassen.

Die Konzerne wollen die Summe von 775 Mio. Dollar jeweils zu gleichen Teilen zahlen. Bayer geht davon aus, dass der Anteil des Konzerns teilweise durch die Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt wird. Der Konzern betont außerdem, dass seiner Ansicht nach „die Klagen jeglicher Grundlage entbehren“. Der Vergleich bedeute daher auch nicht die Anerkennung einer entsprechenden Rechtspflicht. Er ermögliche es jedoch, „Ablenkungen und hohe Kosten zu vermeiden, die durch einen Fortgang der Rechtsstreitigkeiten entstehen würden.“ (ak)

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