Investition von 70 Millionen Euro

Boehringer Ingelheim weiht F&E-Zentrum für Veterinärimpfstoffe in Lyon ein

19.10.2018 Boehringer Ingelheim hat ein globales Zentrum für biologische Forschung und Entwicklung an seinem Standort Lyon Porte-des-Alpes (LPA) in Saint-Priest, Frankreich, eingeweiht. Mit der Investition in Höhe von 70 Mio. Euro will das Unternehmen seine Position auf dem Markt für Veterinärimpfstoffe ausbauen.

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Mehr als 200 Menschen arbeiten im neuen Hightech-Labor, das den Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, ihr Fachwissen zu bündeln. (Bild: Bohringer Ingelheim)

Mehr als 200 Menschen arbeiten im neuen Hightech-Labor, das den Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, ihr Fachwissen zu bündeln. (Bild: Bohringer Ingelheim)

„Diese Investition zielt auf wirtschaftliche, demografische und gesundheitliche Anliegen im Zusammenhang mit der Prävention und Kontrolle der Ausbreitung von Tierseuchen ab. Zum Teil sind diese, wie beispielsweise im Fall von Tollwut und Vogelgrippe, auf den Menschen übertragbar“, so Nigel Swift, globaler Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung von Impfstoffen im Unternehmensbereich Tiergesundheit von Boehringer Ingelheim. Das neue, 14.500 m2 große, vierstöckige Gebäude wurde über einen Zeitraum von drei Jahren geplant und errichtet. Mehr als 200 Menschen arbeiten in dem Hightech-Labor, das den Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, ihr Fachwissen zu bündeln.

Die Einweihung des Zentrums stellt die finale Phase des Transfers von den ehemaligen Merial-Laboren im Stadtteil Gerland in Lyon hin zum LPA-Standort dar. „Durch die Zusammenführung der Tätigkeiten im Bereich F&E und Produktion in Lyon Porte-des-Alpes wird aus diesem Standort ein international führendes Zentrum für biologische Exzellenz. Unsere Teams werden enger zusammenarbeiten, was für eine noch höhere Produktivität, Reaktionsfähigkeit und Leistung sorgen wird“, erläutert Erick Lelouche, Präsident der Tiergesundheit von Boehringer Ingelheim in Frankreich.

Lyon: Zentrum der internationalen Wachstumsstrategie

Das 14.500 Quadratmeter große, vierstöckige Gebäude wurde über einen Zeitraum von drei Jahren geplant und errichtet. (Bild: Boehringer Ingelheim)

Das 14.500 Quadratmeter große, vierstöckige Gebäude wurde über einen Zeitraum von drei Jahren geplant und errichtet. (Bild: Boehringer Ingelheim)

Durch dieses Zentrum für Exzellenz will Boehringer Ingelheim sein Wachstum beschleunigen. Zwei Jahre sind seit der Übernahme von Merial und ein Jahr seit der Einweihung der neuen französischen Boehringer Ingelheim-Zentrale, vergangen. Diese wurde im Herzen des Lyon-Gerland Biodistricts angesiedelt. Nun möchte das Unternehmen außerdem die Metropolregion Lyon zum Zentrum seiner internationalen Wachstumsstrategie machen und dabei von der Historie der Region als Wiege der Lebenswissenschaften und Immunologie profitieren.

Dieses starke Engagement spiegelt sich auch in weiteren kürzlich getroffenen Entscheidungen des Unternehmens wider, wie zum Beispiel in der Ankündigung, eine Investition in Höhe von 65 Mio. Euro für eine Formulierungs- und Abfüllanlage für Impfstoffe, ebenfalls am Standort LPA, zu tätigen. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2020 geplant. Im Sommer dieses Jahres hatte Boehringer Ingelheim darüber hinaus eine Rekordinvestition in Höhe von 200 Mio. Euro angekündigt. Diese soll in eine neue biotechnologische Produktionseinrichtung für Impfstoffe gegen die Maul- und Klauenseuche sowie das Blauzungenvirus in der gemeinsamen Entwicklungszone ZAC de Gaulnes in Jonage, nahe Lyon, gehen. Der feierliche erste Spatenstich soll im Herbst stattfinden, der Projektabschluss ist für Ende 2021 geplant.

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