Neue Produktionsanlagen und Werksverlagerung – Consulting im Anlagenbau

Consulting: Gut beraten und geplant

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29.04.2009 Die vorhandenen Anlagen von Iprona, Hersteller von Fruchtkonzentraten in Lana/Südtirol, sollten an einen neuen Standort verlagert werden. In ersten Gesprächen stellte sich jedoch schnell heraus, dass eine 1:1-Verlagerung nur begrenzt sinnvoll gewesen wäre. Um herauszufinden, welches Vorgehen für das Projekt am besten wäre, entschied sich Iprona zunächst für ein Consulting.

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Consulting: Gut beraten und geplant

Im Bereich des Safttanklagers entschied man sich für eine komplexe, aber dennoch bedienerfreundliche Rohrzaun-Lösung

Das Consulting hatte ein Anlagenabauer und Consulter in zwei Phasen angeboten. In der ersten Phase ging es um das Erstellen eines Grobkonzeptes, das später in eine zweite Phase, das Feinkonzept bzw. Detailengineering, münden sollte.

In den ersten Schritten wurde die aktuelle Produktionsweise aufgenommen und ein Blockdiagramm erstellt, das den gesamten Materialfluss von der Rohwarenannahme bzw. -lagerung bis zu den Fertigproduktlinien enthält. Diese Ist-Aufnahme und die Detailgespräche hatte der Dienstleister von Beginn an gemeinsam mit dem Iprona-Projektteam durchgeführt. Dazu gehören die Werks-/Produktionsleitung und Mitarbeiter aus Technik, Qualitätssicherung, IT und Produktion.
Das Einbinden der Produktionsmitarbeiter hat sich von Anfang an als sehr wichtig erwiesen, denn dadurch konnte deren immenser Erfahrungsschatz in das Consulting mit einfließen. Darüber hinaus konnten die Produktionsmitarbeiter die neuen Verfahren, Technologien und Bedienkonzepte mitentwickeln. Dem Beratungsteam des Dienstleisters gehörten ein Senior Consultant, ein Projektingenieur und Ingenieure aus den Bereichen Rohrleitungsplanung und Automation an.

Komplexe, aber bedienerfreundliche Rohrzaunlösung

Auf Basis des Blockschemas hat das Beratungsteam nach und nach die einzelnen Bereiche als RI-Schema und in Detailgesprächen mit Iprona immer weiter verfeinert. In dieser Planungsphase ging es erst einmal um die eindeutige Beschreibung der Prozesse und noch nicht um die exakte Auslegung der Komponenten, wie beispielsweise Nennweite, Fabrikat, Anschlüsse etc. Für Teilbereiche wurden unterschiedliche Bedienungs- bzw. Automatisierungskonzepte ausgearbeitet, vorgestellt, gemeinsam diskutiert, bewertet und entschieden.

Im Bereich des Safttanklagers führte dies weg von der zunächst favorisierten Ventilknotenlösung hin zu einer komplexen, aber dennoch bedienerfreundlichen Rohrzaun-Lösung. Bereits in dieser frühen Phase wurde 3D-CAD-Planung eingesetzt, was sich als sehr hilfreich erwiesen hat. Speziell bei den Bedienern der zukünftigen Anlagen war der Wiedererkennungswert ihrer Abläufe dadurch sehr hoch. Zum Consulting-Umfang gehörte auch eine einfache 2D-Rohrtrassenplanung. Die Planung erfolgte für alle Medien, um Kollisionen bei der Trassenführung der unterschiedlichen Gewerke zu vermeiden. Die Grobplanung endete mit dem Erstellen eines Angebotes über die erarbeiteten Leistungen.

Zu diesem Zeitpunkt des Projektes musste Iprona entscheiden, ob die zweite Phase der Planung mit Detailengineering bis zur Ausschreibung realisiert werden oder ob der Ausführungsauftrag direkt an den Anlagenbauer und Consulter gehen sollte. Durch die schnelle Vergabe wurde ein Zeitverlust von mehreren Monaten für das komplette Ausschreibungsprozedere vermieden. Beide Partner arbeiten sehr eng und vertrauensvoll miteinander und sind sicher, mit der beschriebenen Vorgehensweise den richtigen Weg gegangen zu sein.

Produktionsmitarbeiter wurden von Anfang an miteingebunden; so konnte deren Erfahrungsschatz in das Consulting einfließen

Heftausgabe: Mai-Juni 2009
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Bernhard Scheller , geschäftsführender Gesellschafter Ruland Engineering & Consulting

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Bernhard Scheller , geschäftsführender Gesellschafter Ruland Engineering & Consulting

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