Allergopharma aus Reinbek

Darmstädter Merck verkauft Allergiegeschäft

20.02.2020 Der Pharma- und Chemiekonzern Merck verkauft sein Allergie-Geschäft Allergopharma an den Mitbewerber Dermapharm. Mit dem Verkauf wollen sich die Darmstädter noch stärker auf Medikamente für schwer behandelbare Krankheiten fokussieren.

Der Produktionsstandort von Alergopharma liegt in Reinbek bei Hamburg. (Bild: Merck)

Der Produktionsstandort von Allergopharma liegt in Reinbek bei Hamburg. (Bild: Merck)

Im Allergopharma-Geschäft bietet Merck bisher spezifische Immuntherapien der Typ- 1-Allergien wie Heuschnupfen oder allergischem Asthma. Die Produkte sind derzeit in 18 Ländern weltweit erhältlich. 2018 belief sich der Umsatz des Geschäfts auf 88 Mio. €. Das Unternehmen sollte damit in Zukunft einen nicht unerheblichen Teil von ca. 15 % zum Geschäft des Käufers Dermapharm beitragen. Das 1991 gegründete Unternehmen mit Sitz in München erwirtschaftete 2018 Erlöse von ca. 572 Mio. Euro.

Auch Produktion in Reinbek wechselt Besitzer

Die Transaktion umfasst neben dem Allergopharma-Geschäft in Europa und Asien auch den Produktionsstandort in Reinbek bei Hamburg. Das Adrenalin-Autoinjektor-Entwicklungsprojekt zur Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen ist dagegen nicht Teil der Transaktion und wird bei Merck verbleiben. Die Vereinbarung haben die beiden Unternehmen am gestrigen Dienstag, 19. Februar, unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion wird bis Mitte 2020 erwartet. (jg)

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