Befristete Arbeitsverträge

Drohender Stellenabbau bei Sanofi

24.01.2017 Am Frankfurter Standort des Arzneimittelkonzerns Sanofi sind nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung rund 250 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Gewerkschaft IG BCE befürchtet, dass die befristeten Arbeitsverträge im Rahmen der Markteinführung des Langzeitinsulin-Präparats Toujeo nicht verlängert werden.

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Stellenabbau bei Fristende: Rund 250 befristet Angestellte bei Sanofi in Frankfurt bekommen unter Umständen keinen neuen Arbeitsvertrag. (Bild: Beckie – Fotolia)

Stellenabbau bei Fristende: Rund 250 befristet Angestellte bei Sanofi in Frankfurt bekommen unter Umständen keinen neuen Arbeitsvertrag. (Bild: Beckie – Fotolia)

Seit gut zwei Jahren hat Sanofi am Standort rund 500 Stellen aufgebaut, etwa die Hälfte davon sind befristete Verträge. „Wir fürchten, dass die am Ende nicht entfristet werden“, sagte Ralf Erkens, Bezirksleiter Rhein-Main der IG BCE gegenüber der F.A.Z. Maßgeblich sei die aktuelle Marktsituation und die sich daraus ergebenden Entscheidungen der Konzernspitze in Frankreich, erklärte Sanofi-Personalchef Emmanuel Siregar. Das Unternehmen teilte der Zeitung mit, man müsse „sich kontinuierlich flexibel den Marktbedingungen anpassen. Dazu gehören auch befristete Verträge.“

Das Geschäft mit dem Diabetes-Medikament Toujeo läuft Insidern zufolge nicht so gut wie erhofft. Für dessen Markteinführung waren zunächst etwa 1.000 neue Stellen geplant. 500 bis 600 sind es am Ende geworden, 250 davon sind die nun bedrohten Fristverträge. Das Präparat soll gegenüber bisherigen Standardpräparaten die Gefahr von nächtlicher Unterzuckerung deutlich senken.

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