Mehr als Serialisierung

Eindeutige Produktkennzeichnung

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30.08.2016 Bis vor ein paar Jahren war es den meisten Verbrauchern gleichgültig, ob und warum Produkte sowohl mit für Menschen lesbaren als auch maschinenlesbaren Codes gekennzeichnet waren.

Entscheider-Facts für Pharma-, Food- und Kosmetik-Entscheider

  • Der mögliche Nutzen von eindeutiger Produktkennzeichnung über Seriennummern und von Scannern einzulesenden Codes geht weit über die Anforderungen der Serialisierung hinaus.
  • Über die Kennzeichnung lassen sich unerlaubter Handel und Produktpiraterie bekämpfen sowie Lieferketten optimieren, und es eröffnen sich neue Marketing-Möglichkeiten zur Kundenbindung.
  • Robuste und flexible Techniken zur eindeutigen Kennzeichnung existieren bereits. Mithilfe vernetzter Technologien wie Smartphones lässt sich diese Infrastruktur auch für Anwendungen jenseits der Serialisierung nutzen.
Eindeutige Produktkennzeichnung

Mit Code und Nummer: Die eindeutige Kennzeichnung eines Produkts ermöglicht viel mehr als nur die Rückverfolgung im Rahmen der Serialisierung.

Die Erfahrungen mit Kennzeichnungstechnik beschränkten sich im Wesentlichen darauf, im Supermarkt einen Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu werfen. Dies ändert sich jedoch allmählich. Ein Faktor dabei ist die Allgegenwart des Internets in unserer immer stärker vernetzten Welt. Ebenso wichtig sind die 2,6 Milliarden Smartphones, die gegenwärtig mit dem Internet verbunden sind. Gemeinsam haben diese Faktoren das Einkaufserlebnis stark verändert. So ergab eine von Planet Retail und GS1 UK durchgeführte Umfrage, dass 28 % der Käufer zur Artikelsuche in Ladengeschäften gerne ihre Smartphones verwenden würden. 24 % der Käufer wünschen sich zudem eine Barcode-Scanner-App, mit der sie zusätzliche Produktinformationen angezeigt bekommen.

Jenseits von Chargennummer und Barcode

Eine derartige mobile Revolution im Einzelhandel wäre undenkbar ohne eine entsprechende technische Infrastruktur, die es ermöglicht, unzähligen Verbraucher- und Industrieprodukten eine eindeutige, zu überprüfende Produktkennzeichnung zuzuweisen und darauf aufzubringen. Bislang lief dieser Vorgang unter dem Begriff „Serialisierung“. Da aber von Menschen lesbare und maschinenlesbare Codes heute in vielen Lebensbereichen in puncto Sicherheit und Effizienz einen äußerst wertvollen Beitrag leisten, gilt dieser Begriff inzwischen als unzulänglich. Immer häufiger ist stattdessen von „UPI“ (Unique Product Identification, eindeutige Produktkennzeichnung) die Rede, weil dieser Begriff das Ergebnis der Serialisierung und die damit verbundenen praktischen Vorteile wesentlich besser zum Ausdruck bringt. UPI umfasst weitaus mehr als das Zuweisen einer einfachen siebenstelligen Chargennummer und eines linearen Barcodes mit integrierter Global Trade Identification Number (GTIN). Längst ist die Technik, mit der Codes zugewiesen, aufgebracht und geprüft werden, robust und flexibel genug, um fast allen Produkten einmalige Produktidentifizierungscodes zuzuordnen.

Heftausgabe: September 2016
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Über den Autor

Craig Stobie, Leiter Global Sector Management & Development, Domino Printing Sciences

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