Einweg oder Mehrweg? Beides!

Hybrid-Konzept für die Reinraumreinigung

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22.04.2020 Starker Verschleiß, schwierige Validierung, komplexe Logistik und immer präsentes Kontaminationsrisiko – Mehrweg-Mopps bringen viele Nachteile für die Reinigung von Reinräumen mit sich.

Entscheider-Facts

  • Die Reinraum-Reinigung mit Einweg-Mopps bietet hohe Sicherheit und einfaches Handling zu Lasten von Betriebskosten und Nachhaltigkeit. Nachhaltige Mehrweg-Lösungen sind dagegen schwer zu validieren und steigern das Kontaminationsrisiko.
  • Mit dem beschriebenen Hybrid-Konzept bleiben die Vorteile beider Ansätze erhalten: Leistungsstarke Mopps werden nach dem ersten Einsatz im Reinraum vom Anbieter gesammelt und aufbereitet, so dass sie sich anschließend in unkritischen Bereichen wiederverwenden lassen.
Der Purmop Ex40 kommt sicher verpackt zum Anwender und wird nach dem Einsatz eingesammelt, aufbereitet und wiederverwendet. Bild: Hydroflex Group

Der Purmop Ex40 kommt sicher verpackt zum Anwender und wird nach dem Einsatz eingesammelt, aufbereitet und wiederverwendet. Bild: Hydroflex Group

Dennoch nehmen viele Anwender diese Nachteile mangels sinnvoller Alternativen in Kauf. Warum eigentlich?

Mit dem Purmop Xtra Mopp-Konzept will der Reinigungstechnik-Anbieter Hydroflex die Vorteile von herkömmlichen Einweg- und Mehrweg-Mopp Lösungen verbinden und zugleich deren Nachteile eliminieren.

Der Königsweg ist hybrid

Das Konzept basiert auf einem wiederverwendbaren Mikrofasermopp, dem Purmop EX40. Der Mopp basiert auf spezieller Mikrofasertechnologie und wird in einer doppelten, reinraumgerechten Verpackung geliefert. Aufgrund der Einmal-Verwendung entfallen aufwendige Zustandskontrollen vor dem Einsatz, zudem sind Kreuzkontaminationen ausgeschlossen, was die Sicherheit im Vergleich mit Mehrweg-Lösungen erhöht. Eine erheblich höhere Sicherheit also. Die hohe Flächenleistung ist vergleichbar mit der marktüblicher Mehrwegmopps. Hinzu kommt ein geringerer Verbrauch an Desinfektionsmitteln und damit Einsparungen bei den Betriebskosten.

Der Mopp allein ist zwar noch kein Konzept, aber sozusagen die zentrale Figur auf dem Brett: Nach Einsatz im Reinraum werden die einmal gebrauchten Mopps ausgeschleust, in Containern gesammelt, von Hydroflex abgeholt und den RKI-Richtlinien entsprechend aufbereitet. Anschließend werden sie außerhalb von Reinräumen wiederverwendet, beispielsweise in Krankenhäusern, Rettungswagen, Bäckereien und bei Discountern. So bleiben die hohe Flächenleistung, Umweltverträglichkeit und geringe Betriebskosten von Mehrweg-Lösungen erhalten. Vom Einwegeinsatz bleiben optimale Schmutzaufnahme, maximale Flexibilität und Sicherheit durch nachweisliche Reinraumtauglichkeit bei jeder Verwendung.

Leistungsstark und flexibel

Damit richtet sich das Konzept an alle Verantwortlichen und Entscheider: Beauftragte für Qualitätssicherheit und Hygiene profitieren von GMP-Compliance, Validierbarkeit und starker Reinigungsleistung; Einkäufer von hoher Kostentransparenz sowie Wirtschaftlichkeit. Die Vorteile speziell für Umweltbeauftragte sind deutlich weniger Müll, reduzierter Desinfektionsmittelverbrauch und damit der stärkere Fokus auf Nachhaltigkeit. Nutzer schließlich profitieren von einfachem Handling und hoher Performance.

Anwender sind vertraglich nicht an die Abnahme bestimmter Moppmengen gebunden und können so die Verbrauchsmenge jederzeit den aktuellen Anforderungen anpassen. Dies reduziert auch den Bestand an gelagerten Mopps, zumal die Verpackungen platzsparend ausfallen. Aufgrund einer auf Effizienz optimierten Herstellung und hohen Produktionszahlen liegt der Hybrid-Mopp mindestens auf dem Preisniveau marktüblicher Mehrwegmopps im Leasing-Verfahren oder ist sogar günstiger.

Heftausgabe: Pharma + Food April 2020

Über den Autor

Kerstin Raab, Head of Marketing & Communication, Hydroflex Group
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