Steigende Messtechnik-Nachfrage

Endress+Hauser erweitert Kompetenzzentrum in Frankreich

19.07.2019 Mit einer Investition von zwei Millionen Euro hat Endress+Hauser sein Kompetenzzentrum für hochentwickelte Analyseverfahren im französischen Lyon weiter ausgebaut. Eine neue Produktionswerkstatt und zusätzliche Geschäftsräume sollen die steigende Nachfrage im Bereich der modernen Prozessanalyse bedienen.

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Endress+Hauser hat zwei Millionen Euro in die Erweiterung seines Standorts in Lyon investiert. (Bild: Endress+Hauser)

Endress+Hauser hat zwei Millionen Euro in die Erweiterung seines Standorts in Lyon investiert. (Bild: Endress+Hauser)

Die Produktionswerkstatt mit 630 m2 Fläche wird insbesondere für die kundenspezifische Produktion und Bereitstellung kompletter Analysesysteme genutzt. Büros, Räume für Werksabnahmen und Reserveflächen ergänzen die Erweiterung. Das benachbarte Bürogebäude mit 1.500 m2 Fläche, das 2017 bezogen wurde, beherbergt auch den regionalen Vertrieb von Endress+Hauser Frankreich. Mit insgesamt 7.000 m2 Gesamtfläche bietet das Grundstück Reserven für die Weiterentwicklung. „Mit dem Ausbau des Standorts bringen wir unsere Kompetenz in der Prozessanalysetechnik noch besser zum Kunden“, betonte CEO Matthias Altendorf bei der Einweihung des Neubaus am 17. Juli 2019. „Dies ist für uns ein wichtiges strategisches Ziel. Unsere Kunden erhalten dadurch mehr Informationen aus ihren Prozessen.“

Vom Standort Lyon aus unterstützen rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den europäischen Vertrieb der Endress+Hauser Gruppe bei der Anwendung und dem Verkauf der hochentwickelten Analysesysteme. Der Fokus liegt dabei auf Projektgeschäft und After-Sales-Services. Der Standort vereint die Kompetenzen von Endress+Hauser sowie den Tochterfirmen Kaiser Optical Systems und SpectraSensors. Die Raman-Analysatoren von Kaiser Optical Systems untersuchen Flüssigkeiten, Gase und Feststoffe auf ihre Zusammensetzung und Materialeigenschaften und ermöglichen eine Messung der Produkteigenschaften in Echtzeit. SpectraSensors ist führend in der TDLAS-Technologie, mit der sich kleinste Konzentrationen von Gasen zuverlässig messen lassen.

Partnerprogramm für herstellerübergreifende Integration

Mit dem Partnerprogramm „Open Integration“ lädt Endress+Hauser Anbieter von Leittechnik, Feldbus-Infrastruktur, Messtechnik und Aktorik ein, das Zusammenspiel ihrer Produkte im Interesse ihrer Kunden noch intensiver zu testen und zu dokumentieren. Zu den Kooperationspartnern zählen Auma Riester, Bürkert, Festo, Flowserve, Hima Paul Hildebrandt, Honeywell Process Solutions, Mitsubishi Electric, Pepperl + Fuchs, Phoenix Contact, Rockwell Automation, Schneider Electric und Turck. Das Ziel des Partnerprogramms ist eine einfache, schnelle und herstellerübergreifende Integration von Komponenten und Geräten mit verschiedenen Automatisierungssystemen. Das klingt einfach in der Theorie, ist es aber im Anlagenalltag keineswegs. Vor Multi-Vendor-Anlagen haben selbst erfahrene Automatisierer Respekt. Das gilt jedoch mittlerweile auch für Komplettlösungen „aus einer Hand“. Denn die digitale Kommunikation – die Voraussetzung zur umfänglichen Nutzung der vorhandenen Intelligenz in Feld und System – stellt ernstzunehmende Anforderungen an die Integration.

Die Grundlage sind offene Kommunikationsstandards (Hart, Profibus, Foundation Fieldbus, Ethernet/IP oder Profinet) sowie offene Integrationsstandards (FDT, EDD, FDI). Die Referenztopologien bilden aus nahezu unendlich vielen Möglichkeiten praxisrelevante Kombinationen ab – für Anwendungen in Chemie, Life Sciences, Lebensmittel, Öl & Gas, Kraftwerke & Energie, Grundstoffe & Metalle sowie Wasser & Abwasser. Branchentypische Anforderungen wie Explosionsschutz, Verfügbarkeit oder Redundanz werden in diesen Referenztopologien berücksichtigt. Jede Topologie wird im Einklang mit den Partnern im Testlabor in Reinach umfassend getestet, dokumentiert und im Anschluss als Empfehlung veröffentlicht. (ak)

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