Rekordübernahme von 2015

EU zieht Vorwürfe gegen Merck wegen Sigma-Aldrich zurück

06.07.2020 Bei der Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich, der bislang größten in der Firmengeschichte, hatte sich der Darmstädter Merck-Konzern 2015 Ärger mit den EU-Wettbewerbshütern eingehandelt. Jetzt stehen die Zeichen anscheinend auf Entspannung, wie das Unternehmen mitteilte.

Merck hatte nach der Übernahme eine Beschwerde der EU-Kommission erhalten. Diese bezieht sich auf eine Verpackungstechnologie, die von Sigma-Aldrich vor der Übernahme entwickelt wurde und über die man – so der Vorwurf – die europäischen Wettbewerbshüter nur unzureichend informiert habe. Jetzt habe Merck allerdings die Mitteilung erhalten, wonach die bislang gegen das Unternehmen „erhobenen Vorwürfe nicht mehr weiter untersucht“ würden. Die Vorwürfe gegen Sigma-Aldrich seien allerdings weiterhin Gegenstand des laufenden Verfahrens.

Merck erfüllt EU-Auflagen zumVerkauf von Sigma-Aldrich-Geschäftsbereichen an Honeywell

Mit dem Zukauf wollten die Darmstädter 2015 ihr Geschäft als Labor- und Pharmazulieferer ausbauen. (Bild: Merck)

Merck ist nach eigenem Bekunden trotzdem zuversichtlich, dass „dieses Thema zufriedenstellend gelöst werden kann“. Da es sich hierbei um ein laufendes Verfahren handelt, wolle man den Sachverhalt zu diesem Zeitpunkt aber nicht weiter kommentieren. Merck hatte die Übernahme von Sigma-Aldrich mit einem Rekordvolumen von 17 Mrd US-Dollar im November 2015 abgeschlossen. (jg)

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