Projekte in Dossenheim und Hanau

Evonik baut Wirkstoff-Produktion in Deutschland aus

06.05.2020 Evonik will die Produktionskapazität seiner beiden deutschen Healthcare-Standorte Dossenheim und Hanau erweitern. In einer erste Projektphase investiert der Spezialchemie-Konzern dazu 25 Mio. Euro und begründet dies auch mit der Corona-Pandemie.

Mit der Erweiterung reagiert Evonik auf die steigende Nachfrage der Pharmaindustrie nach in Europa hergestellten pharmazeutischen Wirkstoffen (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs) und Zwischenprodukten. Das Erweiterungsprojekt für die Standorte in Dossenheim und Hanau ist langfristig angelegt und soll vor 2024 abgeschlossen werden. Die erste Phase läuft bis Mitte des Jahres 2021.

Covid-19 schärft Bedeutung regionaler Märkte

Die Wirkstoffherstellung in Deutschland soll ausgebaut werden – unter anderem hier am Standort Dossenheim. (Bild: Evonik)

Die Wirkstoffherstellung in Deutschland soll ausgebaut werden – unter anderem hier am Standort Dossenheim. (Bild: Evonik)

„Die Covid-19-Pandemie hat vielen Unternehmen in der Pharmaindustrie vor Augen geführt, wie wichtig es ist, auf europäische Produktionsstandorte zurückgreifen zu können, die schnell und sicher lebensrettende Wirkstoffe herstellen und an regionale Märkte liefern“, erklärt Dr. Thomas Riermeier, Leiter des Geschäftsgebiets Health Care. Die Erweiterung der beiden Standorte in Deutschland sei dabei ein positives Signal in den Markt: Man könne Kunden künftig so noch besser bei der klinischen und kommerziellen Herstellung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten unterstützen.

Teil eines weltweiten Fertigungsnetzwerks

Das Geschäftsgebiet Healthcare von Evonik ist als Auftragshersteller (CMO) tätig und nach eigenen Angaben weltweit der größte Produzent hochpotenter Wirkstoffe. Der Spezialchemie-Konzern hat diesen Bereich als strategischen Wachstumskern definiert und betreibt hier ein weltweites Fertigungsnetzwerk in den USA, Frankreich, der Slowakei, China – und eben Deutschland. Die beiden Standorte Dossenheim und Hanau erfüllen dabei hohe regulatorische Standards, darunter auch die Good Manufacturing Practices (cGMP). Evonik kann so nach eigenen Angaben seine Kunden etwa in der Entwicklung von Krebsmedikamenten oder antiviralen Medikamenten unterstützen – etwa durch kontinuierliche Herstellprozesse, hochreine PEGs und mPEGs, Katalyse und Tieftemperaturchemie unterstützen. (jg)

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