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Evotec schließt Kooperationen für Krebs- und Schmerz-Medikamente

03.04.2014 Das Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen Evotec, Hamburg, hat mit der schweizer Debiopharm Group eine Kooperation zur Identifizierung und Entwicklung neuer Substanzen gegen Tumore geschlossen und desweiteren mit der britischen Convergence Pharmaceuticals Vereinbarung zur Wirkstoffforschung für Schmerzmedikamente getroffen.

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Evotec schließt Kooperationen für Krebs- und Schmerz-Medikamente

Evotecs strukturbasiertes Wirkstoffdesign (structure-based drug design, „SBDD“) extrahiert hochwertige strukturelle Informationen zu Target-Liganden-Beziehungen im Interesse einer hypothesengetriebenen Medizinalchemie (Bild: Evotec)

Die neuen Substanzen gegen Krebs sollen über das Potenzial verfügen, solide Tumore und verschiedene Formen der Leukämie mit genetischen Veränderungen zu behandeln. Evotec wird die Erforschung sowie die präklinischen Forschungs- und Entwicklungsbemühungen übernehmen während Debiopharm für die klinische Entwicklung verantwortlich sein wird. Evotec wird Forschungszahlungen sowie klinische, regulatorische und kommerzielle Meilensteinzahlungen im hohen zweistelligen Bereich sowie Umsatzbeteiligungen an Produktverkäufen erhalten.

Dieses Programm basiert auf Forschungsbemühungen von Evotec, bei denen genetisch veränderte Zielstrukturen, deren zentrale Rolle im Stoffwechsel validiert ist, erforscht werden, um neuartige Behandlungsmethoden für Krebs zu entwickeln, die bei einer Vielzahl von Krebsarten, darunter auch akute myeloische Leukämie (AML), Prostatakrebs und Glioblastome angewendet werden können. Debiopharm mit Sitz in Lausanne verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Überführung von frühphasigen Biologika oder niedermolekularen Substanzkandidaten aus der Präklinik in klinische Phase-I-, -II- und -III-Studien. Und darüber hinaus ist Debiopharm sehr erfahren in der anschließenden Auslizenzierung an für Vertrieb und Marketing zuständige Pharmapartner.

Die zweite Kooperation im Bereich Schmerzmedikamente ist eine Forschungsallianz mit Panion, einer Tochtergesellschaft von Convergence Pharmaceuticals aus Cambridge. Dieses britische Biotech-Unternehmen hat seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuartiger, hochwertiger Analgetika zur Behandlung von chronischen Schmerzen gelegt hat. Panion wurde im Rahmen eines „Technology Strategy Board Biomedical Catalyst Early Stage Round 2 Grant“ („TSB Grant“) 2,4 Mio. britische Pfund (etwa 2,9 Mio. Euro) für die Erforschung und Entwicklung von Substanzen, die auf ein neuartiges Schmerz-Target (G-Protein-gekoppelter Rezeptor, GPCR) wirken, zugesprochen.

Evotec wird in dieser Kooperation wichtige Wirkstoffforschungsaktivitäten übernehmen und eng mit dem Convergence-Team an der Identifizierung präklinischer Kandidaten in den nächsten drei Jahren zusammen arbeiten. Im weiteren Verlauf und beim Erreichen bestimmter präklinischer Meilensteine werden Convergence und Evotec die Substanzen entweder gemeinsam in die klinische Entwicklung voranbringen oder verpartnern. Weitere finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

(dw)

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