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F-Gase-Verordnung regelt Ausstieg aus H-FKW-Kältemitteln

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25.04.2019 Unternehmen, die in ihren Prozessen Kälte benötigen, müssen schrittweise aus den H-FKW-Kältemitteln aussteigen. Das regelt die F-Gase-Verordnung. Als Ersatzoptionen stehen verschiedene natürliche Kältemittel sowie synthetische Fluids zur Verfügung.

Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die F-Gase-Verordnung regelt den schrittweisen Ausstieg aus H-FKW-haltigen Kältemitteln.
  • Um bestehende Kälteanlagen zukunftssicher auszustatten, können neu entwickelte synthetische Kältemedien zum Einsatz kommen. Anwender sollten jedoch auch natürliche Kältemittel wie Ammoniak, Kohlendioxid, Propan und Propen berücksichtigen.
  • Propen etwa bietet insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz hervorragende Werte. Darüber hinaus können Anwender von deutlichen Energieeinsparungen profitieren.
1 Eine Propen-Kälteanlage zur Temperierung von Rührwerksbehältern

Alternative Kältemittel sorgen für eine hocheffiziente Kälteerzeugung. Hier: Eine Propen-Kälteanlage zur Temperierung von Rührwerksbehältern. (Bild: L & R)

Viele Ausgangs-, Zwischen- und Endprodukte in der Pharmaproduktion müssen bei tiefen Temperaturen (bis herab zu -80 °C) verarbeitet oder gelagert werden, um ihre Wirksamkeit zu erhalten. Deshalb gehören Kälteanlagen zur Standardausrüstung von Produktionsstätten der Pharmaindustrie. Anwender solcher Anlagen müssen die F-Gase-Verordnung der EU umsetzen. Sie trifft Regelungen zum schrittweisen „Phase down“ oder „Phase out“ von Produktion und Gebrauch der H-FKW-haltigen Kältemitteln, die zu den Verursachern des Treibhauseffektes gehören. Davon sind auch gängige Kältemittel betroffen, die in industriellen Kälte- und Tiefkälteanlagen zum Einsatz kommen.

Heftausgabe: Mai 2019
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Burkhard Rüßmann ist CEO der L&R  Kältetechnik

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Burkhard Rüßmann ist CEO der L&R Kältetechnik
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