Fassentleersystem für Hygieneprozesse

Fässer sicher entleeren

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09.03.2018 Gebindehandling ist meist Handarbeit – zumindest gilt das für die meisten Batch-Prozesse in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Doch die meist unangenehme körperliche Arbeit birgt auch Gefahren für das Produkt.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie steigen die Anforderungen an das Gebindehandling.
  • Vor allem die Prozesssicherheit steht heute beim Entleeren von Fässern deutlich stärker im Vordergrund.
  • Mit dem Entleersystem Viscoflux mobile S können Fässer so entleert werden, dass im Fass Restmengen bis weniger 1 % erreicht werden.
  • Das System erlaubt geschlossene Prozesse – dadurch sinkt die Gefahr einer Produktkontamination.
1 Gerät

Das mobile Handhabungsgerät Viscoflux mobile S ermöglicht es, Fässer sicher und nahezu restlos zu entleeren.

Dieses kann verschmutzt werden und meist bleiben teure Rohstoffreste zurück. Das mobile Handhabungsgerät Viskoflux mobile S ermöglicht es, Fässer sicher und nahezu restlos zu entleeren.

In der Lebensmittelbranche, aber auch in Pharma- und Kosmetikbetrieben wird häufig in Kampagnen gearbeitet. Viskose Einsatzstoffe kommen beispielsweise in Fässern mit oder ohne Inliner an und müssen daraus entnommen werden. Ein Beispiel ist der Einsatz von Tomatenmark: Dieses wird in Fässern mit 200 l Volumen angeliefert und zum Teil über einem Gitterrost in die Anlage entleert. Das schwere Gebinde wird dazu umgekippt und der darin enthaltene Liner aufgeschnitten. Der einfache Vorgang verdeutlicht gleich mehrere qualitätsrelevante Problempunkte: Beim Umkippen des Fasses kann Lack von der Fassoberfläche abplatzen und im Produkt landen. Das Aufschneiden des Liners birgt die Gefahr, dass Folienreste in das Produkt gelangen können. Und während der Liner innnen hygienisch einwandfrei ist, lässt sich kaum vermeiden, dass das Produkt mit der Außenseite des Liners in Berührung kommt – und dieser lag beim Transport an der Fassinnenseite an.

Müll

Blick auf die Nachfolgeplatte beim Entleeren eines Fasses mit Tomatenmark.

Sicherheitsrisiken eliminiert

In der Pharma- und Kosmetikindustrie sind die Problemstellungen ähnlich: So wird beispielsweise häufig Vaseline eingesetzt – ein hochviskoser Rohstoff, der hinsichtlich seiner Rheologie und Fördereigenschaften großen Schwankungen unterliegen kann. Um die Masse fließfähig zu machen, werden die Fässer häufig als Ganzes in Wärmekammern aufgeheizt und müssen dann zum Entleerort transportiert werden. Ein zeitaufwendiger Vorgang der außerdem Sicherheitsrisiken für das Bedienpersonal birgt.

Aus Sicht von Jürgen Rabenseifner, Verkaufsleiter beim Pumpenhersteller Flux-Geräte, werden solche Problemstellungen in Zukunft eher zunehmen: „Die Variantenvielfalt steigt – und bei kleineren Batches ist immer noch sehr viel Handarbeit an der Tagesordnung.“ Immer häufiger werden Produkte auch für Kampagnen bei Produzenten und Lohnherstellern einfach in kleinere Gebinde umgefüllt. Gleichzeitig, so Rabenseifner, steigen die Anforderungen an die eingesetzte Technik, weil Reinigungs- und Prozesszeiten sinken sollen und die Betreiber steigende Ansprüche an die Effizienz der Produktionsprozesse stellen.

Vor über einem Jahrzehnt hat der Pumpenspezialist deshalb ein mobiles System entwickelt, mit dem viskose Stoffe aus Fässern gefördert werden können. Das Viscoflux mobile genannte Gerät erlaubt es, Fässer so zu entleeren, dass in der Regel nur rund 1 bis 2 % des Fassinhalts nicht nutzbar sind – etwa zehn Mal weniger als beim Entleeren von Hand im Fass oder Liner verbleiben. Doch obwohl der Trend zu immer hochwertigeren und damit teureren Rohstoffen geht, ist die Sicherheit oft das noch wichtigere Argument, weiß Tobias Ahrens, Entwicklungsleiter bei Flux: „Unser System erlaubt geschlossene Prozesse – dadurch sinkt die Gefahr einer Produktkontamination.“

Heftausgabe: März 2018
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Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food

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Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food
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