Investitionen und breitere Aufstellung

Faller Packaging zuversichtlich angesichts Corona-Krise

24.03.2020 Der Pharma-Verpackungsspezialist Faller Packaging hat im vergangenen Geschäftsjahr einen neuen Umsatzrekord bilanziert. Und auch auf die aktuelle Corona-Krise sieht sich der Hersteller gut vorbereitet.

2019 erreichte der Umsatz der Unternehmensgruppe Faller Packaging 145 Mio. Euro. Knapp drei Viertel davon erzielte der Anbieter in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Im ungarischen Debrecen besitzt das Unternehmen seit Ende vergangenen Jahres einen neuen Produktionsstandort, um die dortige Kundschaft künftig noch zielgerichteter zu unterstützen. 2019 hat der Hersteller 8,7 Mio. Euro in die eigene Fertigung investiert.

Neue Produktion für Klein- und Kleinstmengen

Faller

Faller Packaging will in der Corona-Krise die Lieferfähigkeit für Arzneimittelverpackungen sichern. Bild: Faller Packaging

Auch in Deutschland hat sich der Pharma-Verpackungshersteller breiter aufgestellt: Anfang des Jahres lief die Produktion beim neuen Tochterunternehmen PackEx in Worms an. Dieses ist auf die kurzfristige und kostengünstige Herstellung von Faltschachteln in Klein- und Kleinstmengen spezialisiert – ein Trend, der in der Verpackungsbranche immer wichtiger wird. Neu ist auch das Joint Venture mit der irischen Perigord Premedia Ltd.: Gemeinsam betreiben die beiden Unternehmen das „Global Centre of Packaging Excellence“ das sich auf Artwork-Management, Druckberatung und -koordination fokussiert. „Wir bauen unser Portfolio kontinuierlich aus und werden gleichzeitig internationaler“, berichtet Dr. Daniel Keesman, geschäftsführender Gesellschafter von Faller Packaging. „Damit stellen wir schon heute die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens.“

Dr. Michael Faller und Dr. Daniel Keesmann, sind die geschäftsführenden Gesellschafter von Faller Packaging.

Dr. Michael Faller und Dr. Daniel Keesmann, sind die geschäftsführenden Gesellschafter von Faller Packaging.

Darüber hinaus hat sich Faller Packaging im vergangenen Jahr strategisch neu aufgestellt: Neben einem neuen Namen tritt das Unternehmen auch mit einer veränderten Markenstrategie auf. Ziel ist es, Kunden angesichts der zunehmenden Individualisierung und Komplexität in der Pharma- und Healthcare-Industrie noch besser zu unterstützen. „Wir setzen dafür digitale und vernetzte Technologien gezielt ein, um unsere Prozesse und die der Anwender stärker aufeinander abzustimmen“, beschreibt Keesman. „Gemeinsam wollen wir die Gesundheitsversorgung neu denken und digital managen.“

Maßnahmenplan soll Produktion dringend benötigter Packmittel sichern

Als Verpackungshersteller ist Faller Packaging ein wichtiger Teil der Versorgungskette für Medikamente – auch und gerade in Zeiten der aktuellen Coronavirus-Pandemie. Auf solche Krisensituationen hat sich das Unternehmen mit einem eigenen Maßnahmenplan vorbereitet, der die Produktion dringend benötigter Packmittel zuverlässig sicherstellen soll. Dazu gehört, dass die Mitarbeiter laufend über die entsprechenden Schritte informiert werden. „Unser oberstes Ziel ist es, auch unter diesen widrigen Umständen so lange wie mögich lieferfähig zu bleiben“, bekräftigt Dr. Michael Faller.

(as)

 

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