Jahresergebnisse

„Finanzielle Ziele erreicht“: Roche mit gutem Wachstum im Geschäftsjahr 2016

01.02.2017 Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat seine Geschäftszahlen für 2016 veröffentlicht: In den Büchern steht ein Konzerngewinn von satten 9,7 Mrd. Schweizer Franken, und damit ein Wachstum von rund 7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Divisionen Diagnostics und Pharma trugen beide deutlich zum Wachstum bei.

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Roche verzeichnet für 2016 gutes Wachstum in allen Divisionen, der Ausblick für 2017 ist ebenfalls positiv. (Bild: Roche)

Die Konzernverkäufe erhöhten sich um 4 % auf 50,6 Mrd. CHF. Trotz hoher Investitionen in die Markteinführung und Entwicklung neuer Produkte wuchs der Kerngewinn je Titel um 5 %. Das Kerngewinnwachstum spiegelt die guten Geschäftsergebnisse sowie die Auswirkungen von Änderungen im Schweizer Pensionsplan wider. Der Konzerngewinn nach IFRS stieg um 7 % zu konstanten Wechselkursen und in Schweizer Franken.

Weitere Dividendenerhöhung für 2017 geplant

„Wir haben alle unsere finanziellen Ziele erreicht und wichtige Fortschritte in unserer Produkte-Pipeline erzielt“, kommentiert CEO Severin Schwan die Jahresergebnisse. „In weniger als einem Jahr haben wir vier neue Medikamente auf den Markt gebracht, darunter unser erstes Krebsimmuntherapeutikum Tecentriq. Ein grosser Schritt in Richtung des vernetzten Zentrallabors ist uns mit der Einführung des neuen Cobas-e-801-Moduls für Immuntests gelungen. Auch 2017 erwarten wir wieder wichtige Studienresultate und Zulassungen für Roche-Medikamente.“ Die Prognose für 2017 liegt bei weiterem Verkaufswachstum im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen. Roche strebt außerdem eine weitere Dividendenerhöhung an.

Die Verkäufe der Division Pharma stiegen um 3 % auf 39,1 Mrd. CHF  Dieses Wachstum wurde durch Perjeta, Herceptin und Actemra/RoActemra angetrieben. Die tieferen Umsätze bei Pegasys, Tarceva und Lucentis haben das Wachstum verlangsamt.

Wachstum rund um den Globus

Die Verkäufe in den USA wuchsen um 3 %. Wachstumstreiber waren die Medikamente Xolair und Esbriet, die gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Die kürzlich eingeführten Medikamente Tecentriq und Alecensa haben ebenfalls zum Wachstum beigetragen. Hingegen gingen die Verkäufe des Augenheilmittels Lucentis sowie der Krebsmedikamente Avastin und Tarceva zurück. Der Grund dafür sind zusätzlich verfügbare Behandlungsoptionen in den entsprechenden Krankheitsgebieten. In Europa betrug das Umsatzwachstum 4 %, vor allem dank Perjeta, Actemra/RoActemra und MabThera/Rituxan. Die Verkäufe in Japan stiegen um 1 % trotz der alle zwei Jahre staatlich angeordneten Preissenkungen und der Sonderverordnung zur Preisreduktion umsatzstarker Medikamente. Die wichtigsten Wachstumstreiber waren Tamiflu, Alecensa und Actemra/RoActemra. Die Region International wuchs um 4%, vorallem dank der Teilregionen Asien-Pazifik und Lateinamerika.

Die Division Diagnostics steigerte weiter ihre Verkäufe und wuchs – stärker als der Markt – um 7 % auf 11,5 Mrd. CHF. Den grössten Beitrag dazu leistete Centralised and Point of Care Solutions2 mit dem Bereich Immundiagnostik.

In den beiden grössten Regionen der Division, EMEA3 (2 %) und Nordamerika (3 %), wurde das Umsatzwachstum vom Geschäftsbereich Centralised and Point of Care Solutions angetrieben. Der Verkaufszuwachs in Nordamerika verlangsamte sich aufgrund der schwierigen Marktbedingungen bei Diabetes Care. Dieser Bereich sah sich weiterhin hohem Preisdruck ausgesetzt. In Asien-Pazifik (16 %) trug China massgeblich zum Umsatzwachstum bei. Die Verkäufe in Lateinamerika stiegen um 18 %. Das Wachstum in Japan (2 %) wurde durch den Bereich Centralised and Point of Care Solutions getragen.

Den ausführlichen Geschäftsbericht des Konzerns finden Sie hier.

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