Geschäftszahlen 2017

Fresenius Medical Care wächst deutlich

28.02.2018 Die Geschäfte mit Gesundheits- und Dialysedienstleistungen liefen 2017 für Fresenius Medical Care (FMC) äußerst erfreulich. Dabei beeinflusst eine Reihe von positiven wie negativen Sondereffekten das Ergebnis auch im laufenden Geschäftsjahr.

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Hauptsächlich mit Dialyse-Dienstelistungen machte FMC 2017 gute Geschäfte. (Bild: Fresenius Medical Care)

Hauptsächlich mit Dialyse-Dienstelistungen machte FMC 2017 gute Geschäfte. (Bild: Fresenius Medical Care)

Zwischen Januar und Dezember 2017 setzte FMC 17,78 Mrd. Euro um. Das sind 7 % (währungsbereinigt: 9 %) mehr als noch im Jahr zuvor. Auch das Konzernergebnis lag mit 1,28 Mrd. Euro deutlich höher. Dazu trug auch eine Nachzahlung für die Behandlung von US-Kriegsveteranen bei. Deren Dialysebehandlung hatte das zuständige US-Ministerium zwischen 2009 und 2011 zu gering vergütet. Im vierten Quartal profitierte FMC zudem von Steuererleichterungen in den USA.

Negativ schlugen hingegen höhere Kosten durch die außergewöhnlich häufigen Naturkatastrophen in Nordamerika zu Buche. Zudem hat FMC im Jahresabschluss 2017 weitere 200 Mio. Euro für Vergleichsverhandlungen  zurückgestellt, die seit 2012 laufen. US-Behörden werfen dem Unternehmen Verstöße gegen den „Foreign Corrupt Practices Act“ vor.

Wachstum soll 2018 weitergehen

Auch für 2018 erwartet FMC ein kräftiges Wachstum. Das Unternehmen peilt währungsbereinigt ein Umsatzplus von 8 % sowie eine Steigerung des Konzernergebnisses um 13 bis 15 % an. Von der US-Steuerreform erwartet sich das Unternehmen positive Effekte von 140 bis 160 Mio. Euro. Zu den erwarteten Auswirkungen der im August 2017 angekündigten Milliardenübernahme des Dialysetechnik-Herstellers Nxstage macht FMC dagegen keine Angaben. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung will das Unternehmen der Hauptversammlung im Mai eine Erhöhung der Dividende um 10 % auf 1,06 Euro je Aktie vorschlagen.

(jg)

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