Angebliche Verstöße gegen FDA-Vorgaben

Fresenius sagt Milliardenübernahme von Akorn ab

23.04.2018 Der Gesundheitskonzern Fresenius hat beschlossen, die milliardenschwere Übernahmevereinbarung mit Akorn zu kündigen. Der US-Generikahersteller habe gegen mehrere Vollzugsvoraussetzungen verstoßen. Akorn widerspricht dieser Darstellung und pocht auf die gemachten Zusagen.

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Daumen runter: Fresenius hat die Übernahme von Akorn abgeblasen. (Bild: Edyta Pawlowska - Fotolia)

Daumen runter: Fresenius will Akorn nicht mehr übernehmen. (Bild: Edyta Pawlowska – Fotolia)

Eine von Fresenius eingeleitete, unabhängige Untersuchung hat nach Angaben des Unternehmens unter anderem schwerwiegende Verstöße von Akorn gegen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde FDA hinsichtlich der Datenintegrität zu Tage gefördert. Fresenius habe dem Unternehmen angeboten, diese Vorwürfe selbst zu prüfen und weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Dies habe Akorn aber abgelehnt.

Akorn besteht auf der Vereinbarung

Der Darstellung von Fresenius widerspricht Akorn in einer eigenen Stellungnahme. Die angesprochene Untersuchung habe keine Fakten ergeben, die das Geschäft von Akorn negativ beeinflussen könnte. Die Prüfung sei überdies keine Bedingung für den Abschluss des Geschäfts. Das Unternehmen werde daher die Verpflichtungen, die Fresenius in der rechtlich bindenden Vereinbarung eingegangen sei, mit Nachdruck geltend machen.

(jg)

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