Aktuelle Herausforderungen in der Kennzeichnungstechnologie

Für die Zukunft gerüstet: Moderne Kennzeichung

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28.03.2011 Zu den wesentlichen Herausforderungen der industriellen Kennzeichnung zählt es, eine Vielzahl variabler Daten aufzubringen, die Haftung auf verschiedensten Materialien sicher zu stellen, eine hohe Auflösung zu erzielen und darüber hinaus Verpackungen fälschungssicher zu kennzeichnen. Diese Anforderungen lassen sich mit hochauflösenden Thermo-Inkjet-Druckern lösen.

Entscheider-Facts Für Anwender


  • Neben kurzen Reaktionszeiten stehen für den Anwender eine einfache Bedienung und die hohe Zuverlässigkeit bei Thermo-Inkjet-Druckern im Vordergrund.
  • Die Drucker erfordern keinerlei Wartung. Auf Verschleißteile wie Pumpen, Filter oder andere bewegliche Teile, die bei anderen Kennzeichnungstechnologien genutzt werden, wird verzichtet.
  • Dadurch wird ein regelmäßiger Teiletausch hinfällig. Es müssen lediglich die Kartuschen ausgetauscht werden, wenn sie leer sind.

Zahlreiche variable Daten, wie Chargennummern, Barcodes und Verfallsdaten, werden bei der industriellen Kennzeichnung während der Produktion auf die Produkte aufgebracht. Unternehmen, die sich am Markt behaupten wollen, müssen heute immer schneller produzieren und benötigen gleichzeitig eine immer bessere Druckauflösung. Beides wirkt sich direkt auf die Anforderungen an die Kennzeichnungstechnologie aus. Eine weitereHerausforderung besteht darin, dassVerpackungshersteller konstant neue Materialien entwickeln, auf denen die Kennzeichnung haften muss.

Rückverfolgbarkeit immer wichtiger

Darüber hinaus gilt es, die Kennzeichnungsaufgaben an neue rechtliche Vorgaben anzupassen. Aktuell zeigt sich das beispielsweise bei der 2D-Codierung im Pharmabereich. Entscheidend ist dabei die Rückverfolgbarkeit der Produkte. So müssen die Kennzeichnungsgeräte in Track&Trace-Systeme integrierbar sein. Dafür sind unter anderem spezielle Schnittstellen und Kommunikationstools nötig. Den Datamatrixcode aufzubringen, stellt eine besondere Herausforderung an das Kennzeichnungssystem dar. Dazu gilt es, immer mehr Informationen auf immer kleinerem Raum aufzubringen. Darüber hinaus muss der Code kantenscharf aufgedruckt werden, damit ihn Kameras auslesen können. Dies kann mit hochauflösenden Systemen, wie etwa Thermo-Inkjet-Druckern, gewährleistet werden.

Auf neue Anforderungen in Bereichen wie 2D-Codierung, Druckqualität und Verpackungsmaterialien muss ein Unternehmen so schnell wie möglich reagieren können. Hier spielen vor allem die Parameter Tinte, Elektronik und Software eine wichtige Rolle.

Einfach bedienbar –ohne Wartungsaufwand

Neben kurzen Reaktionszeiten stehen eine einfache Bedienung und die hohe Zuverlässigkeit der Kennzeichnungssysteme im Vordergrund. Die Drucker lassen sich in der Regel so einfach bedienen wie Bürodrucker und erfordern keinerlei Wartung. Auf Verschleißteile wie Pumpen, Filter oder andere bewegliche Teile, die bei anderen Kennzeichnungstechnologien genutzt werden, wird verzichtet. Dadurch ist ein regelmäßiger Teiletausch hinfällig. Es müssen lediglich die Kartuschen ausgetauscht werden, wenn sie leer sind. Verwendet werden Original-HP-Kartuschen; mit einer Kartusche können je nach Umfang und Auflösung zigtausende von Texten aufgebracht werden. Da nur eine Flüssigkeit, nämlich Tinte, verwendet wird, ist der Betrieb deutlich günstiger als bei einem konventionellen Drucker. Außerdem sind die Tinten deutlich umweltverträglicher als herkömmliche Tinten, denn sie basieren auf Wasser oder reinem Alkohol.

Branchenübergreifende Einsatzmöglichkeiten

Die Thermo-Inkjet-Drucker werden unter anderem in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie sowie in der Bau- und Kabelbranche eingesetzt. Die Geräte bedrucken also derart unterschiedliche Produkte wie beispielsweise Butter- oder Schokoladenverpackungen, Tablettenpackungen, beschichteten Karton, Kunststoff, Aluminium, Papier, Holz oder Kabel. Aus diesem Grund eignen sie sich auch für das Codieren nicht-poröser Materialien – ein Bereich, der nahezu 90% der industriellen Kennzeichnung ausmacht.

Die Drucker selbst werden konstant weiterentwickelt, um den Kundenanforderungen noch gezielter nachzukommen: Neben den beiden neuen Druckkopfvarianten – dem Druckkopf mit automatischem Shutter und dem kompakten Druckkopf, der sich besonders platzsparend in Produktionsanlagen integrieren lässt – wird derzeit eine neue Druckervariante, die Mitte des Jahres auf den Markt kommt, entwickelt. Auch im Tintenbereich kommen laufend Neuentwicklungen auf den Markt. Momentan wird eine pigmentierte schwarze Tinte entwickelt, die besonders lichtresistent sein wird. Mit pigmentierten Tinten kann man künftig auch dunkle Materialien gut lesbar kennzeichnen. Diese Tinten eignen sich besonders für die Codierung von Kabeln, Rohren sowie Kosmetikbehältern und -kartons.

 

Heftausgabe: April 2011
Melanie Klagmann , freie Fachjournalistin

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Melanie Klagmann , freie Fachjournalistin
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