Hohe Marge geplant

Gea: Mehr Aufträge, geringeres Umsatzwachstum

12.03.2018 Der Maschinen- und Anlagenbauer Gea hat im vergangenen Jahr so viele Aufträge erhalten, wie noch nie. Der Umsatz des Konzerns ist aber nur moderat gewachsen - und für 2018 soll das Wachstum rein aus Akquisitionen kommen.

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Gea Jürg Oleas

Gea Vorstanschef Jürg Oleas hat für 2017 gute Zahlen zu vermelden. Bild: Gea

Mit einem Auftragseingang von rund 4,7 Mrd. Euro hat Gea einen neuen Höchstwert erreicht und das Vorjahr um 1,7 % übertroffen. Der Anstieg resultierte vor allem aus kleinen und mittleren Aufträgen (bis 5 Mio. Euro), wobei die Kundenindustrien Milchproduktion, Nahrungsmittel und Pharma/Chemie das größte Wachstum verzeichneten. Der Umsatz wuchs moderat um 2,5 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro. Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit Kunden der Nahrungsmittelindustrie (+12 % Umsatz). Das operative Ebitda lag bei 564 Mio. Euro.

„Vor allem im zweiten Halbjahr 2017 wirkte sich der starke Euro negativ aus. So beliefen sich die Belastungen aus Veränderungen der Wechselkurse vom ersten auf das zweite Halbjahr beim Auftragseingang und beim Umsatz jeweils auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Darüber hinaus machte uns die anhaltende Schwäche im Bereich Milchverarbeitung zu schaffen, wohingegen sich viele Kundenindustrien im Rahmen unserer Erwartungen oder sogar besser entwickelten“, erläuterte Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender von Gea. Der Konzernchef sieht die Milchverarbeitung und den Getränkebereich dennoch mittelfristig als Wachstumsmärkte.

Wachstum von 5 bis 6 % angestrebt

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 strebt Gea ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 6 % an, dieses soll im Wesentlichen von den beiden letzten Akquisitionen kommen. Als Ergebnisziel nennt der Konzern ein operatives Ebitda zwischen 12,0 und 13,0 %.  „Auch wenn wir weiterhin vor gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten stehen, beruht der nachhaltige Erfolg unseres Unternehmens auf weltweiten Megatrends, die für langfristigen Rückenwind sorgen werden“, so Jürg Oleas. Diese seien das Bevölkerungswachstum, die wachsende Mittelschicht und die damit verbundene steigende Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und Getränken sowie der Trend hin zu immer effizienteren und ressourcenschonenderen Produktionsverfahren.

(as)

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